Luftfracht: Teuerungen in Sicht

Spediteure sehen neue Kostenwelle auf sich zurollen.
Redaktion (allg.)

Der Gesamtvorstand des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) ist gegen eine „Luftfrachtsicherheitsgebühr“, wie sie das Bundesinnenministerium einführen will. Zum einen sei völlig unklar, inwiefern die Gebühr die Sicherheit verbessern soll. Zum anderen glauben die Spediteure, dass sie die Logistikkosten unnötig verteuert. Diese seien bereits durch den rasanten Ölpreisanstieg, galoppierende Treibstoffkosten und den krisenbedingten Absturz der Frachtraten unter Druck.

Bevor das Luftfrachtgeschäft mit neuen Kosten belastet werde, solle der Bund dafür sorgen, dass bis zum 25. März 2013 möglichst viele Kunden als bekannte Versender zugelassen sind. Bislang würde diese EU-Vorgabe jedoch nur schleppend umgesetzt, monieren Verbandsvertreter. Machen die Politiker hier nicht ihre Hausaufgaben, befürchten die Spediteure massive Verzögerungen bei der Luftfrachtabwicklung. Denn dann müssen sie die Luftfracht nicht zertifizierter Kunden zu 100 Prozent scannen, wofür nicht ausreichend viele Kontrollgeräte verfügbar sind.

(akw)
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