Luftfracht: Schnellere Lkw-Abfertigung in der CargoCity

Studenten untersuchen Verkehrsvorgänge am Frankfurter Flughafen.
Matthias Pieringer

BWL-Studenten der Fachhochschule Frankfurt am Main haben den Abfertigungsprozess für Lkw in der CargoCity am Frankfurter Flughafen untersucht. Schwerpunkt des Projekts war es, die Verkehrsvorgänge zwischen in der CargoCity ansässigen Speditionen und Frachtabfertigern und den Fluggesellschaften zu analysieren.

Die Studenten erkannten Potenziale beim Abfertigungsprozess der Fracht insbesondere am Übergang zwischen dem von den Speditionen praktizierten Push-Prinzip zu den Frachtabfertigern sowie dem im Anschluss angewendeten Pull-Prinzip beim Weitertransport und der Frachtübergabe an die Fluggesellschaften. Letzteres erfolgt in Abhängigkeit der sogenannten „Latest Acceptancy Time“, des spätesten Zeitpunkts, zu dem eine Fracht an die Airline übergeben werden muss.

Wie aus einer Pressemitteilung der Fachhochschule hervorgeht, betonten die Studenten die Notwendigkeit einer zentralen Informationsbasis, die den Lkw-Zulauf steuert. Sie berücksichtigten dabei die sich in der CargoCity im Pilotbetrieb befindliche Plattform „Fair@link“. Diese umfasst den Angaben zufolge alle Aspekte der Frachtabfertigung einschließlich einer Transport-Voranmeldung. Bei Aufträgen, die über diese Plattform abgewickelt worden seien, habe sich die Wartezeit um etwa 40 Prozent während der Prozessschritte „Anmeldung“ und „Dokumentenbearbeitung“ verringert, hieß es.

Situationen, dass Lkw nach 500 m Anfahrt eine Stunde auf Abfertigung warten müssen, könnten und sollten künftig verhindert werden, bewertete Projekt-Betreuer Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke vom Fachbereich Wirtschaft und Recht der FH Frankfurt am Main die Ergebnisse. Initiiert wurde das Projekt von der CargoCity Frankfurt Task Force, die die Interessen der in der Luftfracht tätigen Unternehmen am Flughafen Frankfurt vertritt.

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