Luftfracht: Lufthansa Cargo will E-Commerce-Geschäft ausbauen

Neben einem weiteren Frachter soll das europäische Streckennetz um Birmingham, London und Madrid erweitert werden.

Ein neuer A321F kommt in die Flotte von Lufthansa Cargo. (Bild: Lufthansa Cargo)
Ein neuer A321F kommt in die Flotte von Lufthansa Cargo. (Bild: Lufthansa Cargo)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Nadine Bradl)

Ab Oktober 2022 bietet Lufthansa Cargo seinen Kunden weitere Frachtkapazitäten im Mittelstreckennetzwerk auf eigens dafür umgebauten Airbus A321-Frachtern an. Das gab das Unternehmen am 29. August bekannt. Der erste Frachtflug dieser Art startete Lufthansa Cargo zufolge im März 2022 von Frankfurt nach Dublin. Aufgrund der positiven Resonanz am Markt und der anhaltend hohen Nachfrage aus den Bereichen E-Commerce und Same-Day soll ein zweites Flugzeug dieses Typs ab Oktober in den Liniendienst gehen, teilt das Unternehmen mit.

Derzeit befindet sich die zweite A321F mit der Registrierung D-AEUA Airline-Angaben zufolge in Singapur im Umbau. Das zweistrahlige, technisch fortschrittliche Schmalrumpfflugzeug ist leistungsstark und dabei treibstoffeffizient. Es ist baugleich mit dem ersten bei Lufthansa Cargo in Dienst gestellten A321-Frachter (D-AEUC, ‚Hello Europe‘): Auf 14 Paletten und Containerpositionen im Hauptdeck und zehn im Unterdeck stehen insgesamt 28 Tonnen Nutzlast zur Verfügung.

Zusätzliche Frequenzen für Istanbul und Tel Aviv

Genauso wie die erste A321F wird auch das zweite Flugzeug am Hub Frankfurt stationiert und durch Lufthansa CityLine im Wet-Lease betrieben. Beide A321F operieren jeweils unter der Flugnummer von Lufthansa Cargo. Lufthansa CityLine als Konzerngesellschaft habe in den vergangenen Monaten intensiv an der technischen und operativen Vorbereitung der beiden ersten umgebauten Flugzeuge dieses Typs in Deutschland gearbeitet. Zu den neuen Zielen im innereuropäisches Netzwerk gehören Birmingham (BHX), London (LHR) und Madrid (MAD). Die bestehenden Ziele Istanbul (IST), Tel Aviv (TLV), Malta (MLA), Tunis (TUN), Dublin (DUB), Manchester (MAN) und Kairo (CAI) werden weiterhin bedient, während Istanbul und Tel Aviv zusätzliche Frequenzen erhalten.

„Ich freue mich sehr über die Erweiterung unseres A321-Streckennetzes und der Frachterkapazität. Ergänzend zu unseren B777F- und Belly-Kapazitäten können wir nun noch kürzere Transportzeiten innerhalb Europas und zu ausgewählten Mittelstreckenzielen anbieten. Nach Großbritannien und Irland werden wir zum Beispiel an Werktagen tägliche Flüge nach Birmingham und Dublin anbieten, die es unseren Kunden ermöglichen, zuverlässige, skalierbare und schnelle Lieferketten aufzubauen. Unser Ziel ist es, ein europäisches Same-Day- und E-Commerce-Netzwerk aufzubauen und Lufthansa Cargo damit als führende europäische Frachtfluggesellschaft und als Servicepartner im Markt zu etablieren. Zusätzlich zu den hohen Qualitätsstandards von Lufthansa Cargo ist der A321-Frachter ein sehr flexibles Flugzeug, mit dem wir maßgeschneiderte Netzwerke und Lösungen für unsere Kunden aufbauen können", sagt Ashwin Bhat, Chief Commercial Officer von Lufthansa Cargo.

In Anbetracht der dynamischen und vielversprechenden Trends im E-Commerce-Segment setze Lufthansa Cargo beim europäischen Mittelstreckennetzwerk auch weiterhin auf Wachstum: Im ersten Halbjahr 2023 werden zwei weitere A321-Frachter erwartet. Damit verdopple Lufthansa Cargo zukünftig ihre A321F-Kapazitäten und sei bestrebt, diese Flugzeuge passend zu den jeweiligen Kundenbedürfnissen einzusetzen, heißt es.

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