Luftfracht: 40 Start-ups für emissionsfreies Fliegen

Eine Studie beschäftigt sich mit Start-ups, die Lösungen für nachhaltige Flugkraftstoffe, elektrische Antriebe, Wasserstoff und das digitalen Backbone entwickeln.

Wie kann der Flugverkehr grüner werden? (Foto: Malp / AdobeStock)
Wie kann der Flugverkehr grüner werden? (Foto: Malp / AdobeStock)
Therese Meitinger

Eine Studie des Hamburger Accelerator Sustainable Aero Lab stellt 40 Start-ups vor, die sich mit nachhaltiger Luftfahrt beschäftigen. Die am 20. August veröffentlichte Übersicht widmet sich laut einer Mitteilung Start-ups, die die nachhaltige Luftfahrt in vier Technologiefeldern bündeln: nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF), elektrische Antriebe, Wasserstoff und das digitale Backbone.

Die Studie untersuche auch die weltweiten Risikokapitalinvestitionen in emissionsfreie Technologien – ein Bereich, der in den letzten sechs Jahren stark an Bedeutung gewonnen habe, aber bisher nur zögerlich mit dem Luftfahrtsektor in Verbindung gebracht worden sei, insbesondere wenn es um komplexe Segmente wie Wasserstoff gehe, heißt es. Da jedoch in allen Industriezweigen das Interesse an Maßnahmen gegen den Klimawandel und zur Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen wächst, sehen die Studienautoren ein großes Potenzial für neue Akteure in der Luftfahrttechnologie.

„Die Startups, die in letzter Zeit die meiste Aufmerksamkeit in der Luft- und Raumfahrt erhalten haben, beschäftigen sich mit der Raumfahrt und städtischen Lufttaxis“, erklärt Stephan Uhrenbacher, Gründer und CEO von Sustainable Aero Lab.

Diese Produkte seien zwar aufregende Flugobjekte und befriedigten die Sehnsucht der Menschen, so Uhrenbacher weiter, aber weder die Lufttaxis noch die Beförderung von mehr Menschen in den Weltraum lösten das Problem der kommerziellen Luftfahrt: Das Fliegen müsse kohlenstofffrei werden.

„Und das muss viel schneller geschehen, als die meisten in der Branche glauben. Das eröffnet Raum für Start-ups, die Komponenten für künftige Flugzeuge oder sogar ganze Flugzeuge, aber auch neue Betriebsarten anbieten können.“

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