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Logistikstandorte: Würth nimmt neues Europa-Drehkreuz in Betrieb

Schrauben-Riese will mit dem neuen Umschlaglager im Gewerbepark Hohenlohe ein neues Logistik-Kapitel aufschlagen.

Würth hat ein neues Umschlaglager an der A6 in Betrieb genommen. (Foto: Scanner GmbH)
Würth hat ein neues Umschlaglager an der A6 in Betrieb genommen. (Foto: Scanner GmbH)
Matthias Pieringer

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG verfügt an der A6/Ausfahrt Kupferzell im Gewerbepark Hohenlohe über ein neues Umschlaglager. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit sei das Logistikzentrum im Mai 2020 in Betrieb genommen worden, meldete Würth am 23. Juli in Künzelsau.

Ziel der optimierten Logistikstrategie ist es laut Würth, Liefersplits zu vermeiden und die Positionen pro Bestellung zu bündeln, sodass der Kunde genau eine Sendung erhält. Hierfür fasse das neue Lager verschiedene Versandstellen sowie Außenlager zusammen. Der neue Logistikstandort ist Würth zufolge Sammel- und Knotenpunkt für den Umschlag und die Zusammenfassung von Warenströmen zur Weiterverteilung in ganz Europa. Rund 20 Prozent aller Aufträge aus dem neuen Lager gehen demnach direkt ins europäische Ausland: Bestückung der Lager von Würth-Tochtergesellschaften genau wie Sendungen direkt zu Endkunden, die im Ausland sitzen.

Bislang größte Logistikinvestition in der Würth-Gruppe

Die Investitionssumme für das neue Umschlaglager und die damit verbundene Neugestaltung des Logistikprozesses beläuft sich nach Unternehmensangaben auf rund 73 Millionen Euro und setzt ein entsprechendes Frachtvolumen voraus. Diese bisher größte Logistikinvestition in der Würth-Gruppe sei auf der einen Seite ein klares Bekenntnis des Unternehmens zur weiteren Standortentwicklung in Hohenlohe und spreche auf der anderen Seite gleichzeitig für das weitere Wachstum des Mutterunternehmens, hieß es.

72 Andockstellen für Lkw

Das Lager ist Würth zufolge multifunktional nutzbar, hat eine Grundfläche von rund 50.000 Quadratmetern und bietet 10.000 Quadratmeter Bodenlager für großvolumige/sperrige Artikel wie zum Beispiel Schubkarren. Es verfügt über 12.800 Palettenplätze sowie 72 Andockstellen zur Be- und Entladung der Lastwagen. Auf einer Regallänge von rund 4.000 Metern mit einer Höhe von zwölf Metern schafft das Lager laut Würth ausreichend Kapazität für sogenannte Langgüter, wie zum Beispiel Montageschienen mit bis zu sechs Metern Länge. Derzeit sind 163 Mitarbeiter im neuen Außenlager tätig. Im Endausbau 2024 sollen rund 300 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb im Logistikkomplex arbeiten.

„Von unserem neuen Umschlaglager profitieren letztendlich gleichermaßen unsere Kunden wie auch wir als Unternehmen. Unsere Kunden erhalten weniger Pakete als zuvor, Lieferungen gehen schneller zum Kunden, es wird weniger Verpackungs- und Füllmaterial benötigt, es fallen weniger Fahr- und Transportwege und somit geringere Transportkosten an“, so Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

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