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Logistikstandorte: Studie zu Frankfurt an der Oder vorgestellt

Fraunhofer SCS nimmt Stärken und Schwächen des Logistikstandorts Frankfurt (Oder) unter die Lupe.

Begrüßten die Gäste bei der Studienpräsentation zum Logistikstandort Frankfurt (Oder) auf der EXPO REAL 2019 in München (v.l.): Sybille Rehse (Teamleiterin Verkehre, Mobilität & Logistik bei der Investor Center Ostbrandenburg GmbH), Peter Bergmann (Projektleiter der Alcaro Invest GmbH) und Uwe Veres-Homm (Geschäftsfeldkoordinator Logistik, Transport & Mobilität bei der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS). (Foto: Matthias Pieringer)
Begrüßten die Gäste bei der Studienpräsentation zum Logistikstandort Frankfurt (Oder) auf der EXPO REAL 2019 in München (v.l.): Sybille Rehse (Teamleiterin Verkehre, Mobilität & Logistik bei der Investor Center Ostbrandenburg GmbH), Peter Bergmann (Projektleiter der Alcaro Invest GmbH) und Uwe Veres-Homm (Geschäftsfeldkoordinator Logistik, Transport & Mobilität bei der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS). (Foto: Matthias Pieringer)
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Matthias Pieringer

Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS hat im Auftrag der Investor Center Ostbrandenburg GmbH sowie des Immobilienentwicklers Alcaro Invest GmbH eine Studie über den Logistikstandort Frankfurt (Oder) erstellt. Im Detail wurden die Bedeutung der Logistikbranche für die Region sowie die Angebots- und Nachfragestruktur, die Wettbewerbssituation sowie die Zukunftschancen und Handlungsfelder unter die Lupe genommen.

Struktur- und Potenzialanalyse

Die Ergebnisse der Studie wurden erstmals am 7. Oktober auf der Immobilien-Fachmesse EXPO REAL 2019 in München präsentiert. Laut der 30-seitigen Struktur- und Potenzialanalyse liegen die Stärken von Frankfurt (Oder) im Bereich der Kostenstrukturen sowie der Verfügbarkeit von Ansiedlungsflächen und Arbeitskräften im lokalen Markt. Als Standortvorteil bewertete die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS auch die multimodale Anbindung, die jedoch in puncto des Nutzungsgrads und der Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft noch ausgebaut werden könne.

Zu den Schwächen von Frankfurt (Oder) zählen, so die Studienergebnisse, derzeit noch die überregionale Sichtbarkeit als Logistikstandort und der Bereich der „Zentralität“ – diese sei jedoch unternehmensindividuell zu bewerten.

„Es ergibt sich ein logistisches Standortprofil, das insbesondere durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Abwicklung von weiträumigen Distributionskonzepten auf Straße und Schiene geprägt ist“, erläuterte Uwe Veres-Homm, Fraunhofer SCS – Geschäftsfeldkoordinator Logistik, Transport & Mobilität. „Insbesondere Gatewayansätze sowie zentrale Distributionslösungen in Deutschland und Polen finden in Frankfurt (Oder) eine günstige Kombination an Standortfaktoren vor.“

Damit eignet sich der Standort der Studie zufolge besonders für Groß- und Einzelhändler ebenso wie für Onlinehändler aus dem Non-Food-Bereich als passende Zielbranchen. Für industrielle Nutzer komme er als Konsolidierungspunkt zwischen ost- und westeuropäischen Märkten sowie als Importstandort infrage. Für Logistikdienstleister ist laut der Analyse die Straßen- und Schieneninfrastruktur sowie die Grenzlage für mögliche Niederlassungen zur Sendungsbündelung und der Abwicklung von Value Added Services im KV-Umfeld relevant.

Vergleich mit anderen Standorten

Weiteres Resultat der Studie: Das Benchmark mit ausgewählten Vergleichsstandorten (Hof, Erfurt, Mönchengladbach, Poznan) hat deutlich gemacht, „dass Frankfurt (Oder) im direkten Vergleich des logistischen Angebotprofils auch mit durchaus etablierten Logistikregionen mithalten kann. Insbesondere für logistische Großansiedlungen bestehen hier aufgrund des gegebenen Flächen- und Arbeitskräftepotentials vergleichsweise gute Rahmenbedingungen“, so die Zusammenfassung in der Studie.

Noch am Beginn der Entwicklung

Frankfurt (Oder) stehe, wie es weiter heißt, „heute noch am Anfang seiner Entwicklung zu einer Logistikregion, bietet aber besonders für größere, personalintensive Logistikansiedlungen Potentiale, die in den Ballungsräumen gar nicht oder nur zu deutlich teureren Konditionen realisiert werden können.“

Die Etablierung der neuen Seidenstraße als logistischer Transportweg, die Bedeutungszunahme alternativer Verkehrsträger, sowie die anhaltende Dynamik im E-Commerce sehen die Autoren als weitere Chancen für Frankfurt (Oder) zur Entwicklung des Standorts als Logistikregion.

Die Studie steht auf der Website der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS zum Download bereit – unter folgendem Link: www.scs.fraunhofer.de/de/publikationen/studien/studie-logistische-standortanalyse-ffo.html

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