Logistikstandort: Verdion nimmt drittes Projekt im ExpoPark Hannover in Angriff

Verdion entwickelt am ExpoPark Hannover spekulativ eine weitere Logistikimmobilie. Diese soll mit einer Platin-Zertifizierung der DGNB ausgezeichnet werden.

Der Entwickler Verdion setzt auf den Standort Hannover und realisiert ein 15.120 Quadratmeter großes Verteilzentrum. Visualisiert ist die dritte Bauphase des Projekts. (Bild: Verdion)
Der Entwickler Verdion setzt auf den Standort Hannover und realisiert ein 15.120 Quadratmeter großes Verteilzentrum. Visualisiert ist die dritte Bauphase des Projekts. (Bild: Verdion)
Gunnar Knüpffer

Am „Verdion ExpoPark Hannover“ an der Messe soll ein drittes Verteilzentrum mit rund 15.120 Quadratmeter Mietfläche entstehen. Für die nachhaltige Entwicklung mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 30 Millionen Euro wird Verdion im Februar den Antrag zur Erteilung der Baugenehmigung einreichen, hieß es vonseiten des Projektentwicklers am 10. Februar. Der Baustart, der für das zweite Quartal 2023 geplant ist, erfolgt auf spekulativer Basis. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2024 avisiert.

Die Immobilie ist flexibel konfigurierbar und kann in zwei Einheiten unterteilt werden. Die erste Einheit umfasst 9.240 Quadratmeter Logistik-, 1.185 Quadratmeter Mezzanine- und 540 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche. Die zweite Einheit bietet 3.225 Quadratmeter Logistik-, 770 Quadratmeter Mezzanine- und 160 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche. Insgesamt hat die Anlage 15 Laderampen, vier ebenerdige Tore, 20 Fahrradstellplätze und 53 Parkplätze – darunter zwölf mit E-Ladesäule.

Fotovoltaikanlage soll jährlich 1,2 Millionen kWh erzeugen

Verdion strebt für die Immobilie eine Nachhaltigkeitszertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit der Höchststufe „Platin“ an. Dazu tragen unter anderem Maßnahmen für eine hohe Energieeffizienz bei sowie der Einbau einer Luft-Wärme-Pumpe, die entweder mit dem vor Ort erzeugten Strom oder über Geothermie betrieben wird. Der Entwickler plant die Anbringung einer Fotovoltaik-Anlage, die jährlich 1,2 Millionen kWh Elektrizität erzeugt – und damit 564.000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr einspart. Vertikale Fensterfronten sollen für Tageslichtzufuhr und eine angenehme Arbeitsatmosphäre im Innenraum sorgen.

„Wir freuen uns sehr, bereits unser drittes Projekt in Hannover in Angriff zu nehmen“, sagte André Banschus, Executive Director von Verdion. „Der innerstädtische Standort mit exzellenter Anbindung an den Nah-, Regional- und Fernverkehr hat uns überzeugt, so dass wir – wie auch beim Vorgängerprojekt – ohne Vorvermietung mit dem Bau starten.“

Potenzielle Nutzer profitierten entsprechend von einer schnelleren Bereitstellung von Flächen. Hinzu komme die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt und den Gremien, die Hannover sowohl für sie als auch für die angesiedelten Unternehmen zu einem attraktiven Standort machen würden.

Im Verdion ExpoPark Hannover befinden sich bereits zwei Verteilzentren mit 46.700 Quadratmeter und 59.800 Quadratmeter Fläche, die beide an den zur Bertelsmann-Gruppe gehörenden Dienstleister Arvato Supply Chain Solutions vermietet sind. Das Unternehmen beschäftigt 1.650 Mitarbeitende am Standort.

Das Areal liegt innerhalb der Stadtgrenze, direkt am Messeschnellweg, und ist darüber mit den Autobahnen A2, A7, A37 und A352 rund um Hannover verbunden. Der Güterbahnhof DB MegaHub in Lehrte ist rund 20 Kilometer entfernt und in fünf Minuten Fußweg erreicht man von dort aus die Straßenbahnhaltestelle Stockholmer Allee, die den Standort an die Innenstadt sowie das weitere ÖPNV-Netzwerk anschließt.

Das Gebäude wird vom kanadischen Pensionsfonds Healthcare of Ontario Pension Plan (HOOPP) finanziert, der es nach Fertigstellung laut Verdion langfristig im Bestand halten will. Verdion wird als Asset Manager agieren.