Logistikstandort: Spedition Maier nimmt 60 Millionen Euro teures Zentrum in Singen in Betrieb

Das neue zweistöckige Logistikzentrum der Spedition Maier am Hauptsitz in Singen östlich des Bodensees soll einen Gleisanschluss erhalten. Der Mutterkonzern Planzer wickelt bereits 60 Prozent der Güter im Schweizer Binnenverkehr über die emissionsarme Schiene ab.

Das 60 Millionen Euro teure Logistikzentrum der Spedition Maier in Singen am Hohentwiel ist fertiggestellt und wird in Betrieb genommen. (Bild: Spedition Maier)
Das 60 Millionen Euro teure Logistikzentrum der Spedition Maier in Singen am Hohentwiel ist fertiggestellt und wird in Betrieb genommen. (Bild: Spedition Maier)
Gunnar Knüpffer

Die Spedition Maier hat am 17. Mai mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik sowie Kunden und Mitarbeitern die Eröffnung des neuen Logistikzentrums am Hauptsitz in Singen östlich des Bodensees gefeiert. Auf 38.000 Quadratmetern bietet das zweistöckige Gebäude Logistiklösungen und setzt dabei auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit, ist einer Pressemitteilung von Maier vom 18. Mai zu entnehmen.

Das Logistikzentrum, das eines der ersten zweigeschossigen Logistikgebäude in der Region ist, nutzt sein Grundstück von 35.000 Quadratmetern effizient. Mit einer Gebäudefläche von 18.000 Quadratmetern konnte mit dem Logistikgebäude mehr Lagerkapazität auf weniger Raum geschaffen werden, was die Versiegelung der Flächen minimiert und die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert.

Neben den angebotenen Lagerlogistik-Dienstleistungen wie Entladen, Erfassen, Ein- und Auslagern, Verwalten, Kommissionieren, Konfektionieren, Verpacken, Auszeichnen, Onpacking, Schrumpfen, Fulfillment und Retourenmanagement ist an dem neuen Standort ein direkter Gleisanschluss geplant, um Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Diese Anbindung passt auch zur Strategie des Schweizer Mutterunternehmens Planzer, das bereits 60 Prozent der Güter im Schweizer Binnenverkehr über die emissionsarme Schiene abwickelt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Überseecontainer über das Netzwerk des Nachbarn HUPAC per Schiene anliefern zu lassen, um den Lkw-Verkehr zu reduzieren.

Die Dachfläche ist begrünt und trägt eine Fotovoltaikanlage, die den Großteil des Energiebedarfs des Logistikzentrums deckt. Damit trägt diese zu einer geschätzten Selbstversorgungsquote von etwa 70 Prozent im Jahresverlauf bei.

Maier setzt bei dem Gebäude auf nachhaltige Wärmepumpentechnologie und weitere energieeffiziente Einrichtungen wie LED-Beleuchtung und elektrisch betriebene Förderanlagen. Zusätzlich verbessert das neue Zentrum nach Unternehmensangaben durch sein Wassermanagement die örtlichen Grundwasserverhältnisse, indem es Regenwasser versickern lässt und somit das öffentliche Kanalnetz entlastet.

 „Wir sind stolz, dass wir dieses wegweisende Projekt so schnell realisieren konnten“, sagte der Geschäftsführer der Spedition Maier, Jürgen Frömberg. „Es zeigt, wie engagiert wir daran arbeiten, Nachhaltigkeit in alle unsere Prozesse zu integrieren.“

Das neue Logistikzentrum sei nicht nur ein bedeutender Schritt, sondern auch ein starkes Beispiel für umweltfreundliche Logistiklösungen in der Region.