Logistikstandort: Mercadona automatisiert Trockensortiment-Verteilzentrum in Granada mithilfe von Witron

Der spanische Lebensmitteleinzelhändler Mercadona wird ab dem Jahr 2026 aus der automatisierten Anlage gut 90 Filialen mit über 4.000 Artikeln beliefern.

Am Standort Guadix realisiert Witron für Mercadona ein Trockensortiments-Verteilzentrum mit einer Kommissionierleistung von 120.600 Handelseinheiten täglich. (Bild: Witron)
Am Standort Guadix realisiert Witron für Mercadona ein Trockensortiments-Verteilzentrum mit einer Kommissionierleistung von 120.600 Handelseinheiten täglich. (Bild: Witron)
Gunnar Knüpffer

Ende Dezember 2023 hat Mercadona die Witron-Gruppe mit der Ausführung eines neuen, 15.000 Quadratmeter großen Trockensortiment-Verteilzentrums im südspanischen Guadix (Granada) beauftragt. Es ist das 16. automatisierte Logistikzentrum, das der Systemintegrator für den spanischen Lebensmitteleinzelhändler plant und realisiert – mit in Summe 203 „COM“-Maschinen im Trocken-, Frische-, und Tiefkühl-Bereich, hieß es am 3. April in einer Pressemitteilung von Witron.

Aus der automatisierten Anlage werden ab dem Jahr 2026 gut 90 Filialen von Mercadona mit über 4.000 Artikeln beliefert. Seit Anfang 2021 betreibt der Einzelhändler am Standort Guadix schon ein modernes Tiefkühl-Logistikzentrum, das ebenso von Witron geplant und realisiert wurde.

Als Generalunternehmer verantwortet Witron die Konzeption und Inbetriebnahme sämtlicher IT- und Mechanik-Komponenten des neuen Trockensortiment-Verteilzentrums. So werden beispielsweise alle Fördertechnik-Elemente und Regalbediengeräte von dem Integrator selbst konstruiert und hergestellt.

Die filialgerechte Kommissionierung von täglich bis zu 120.600 Handelseinheiten auf Kundenpaletten erfolgt durch ein „OPM“-System von Witron mit zwölf „COM“-Maschinen. Vorgeschaltet ist ein vier-gassiges automatisches Paletten-Hochregallager mit 5.600 Stellplätzen sowie ein automatisches Tray-Lager mit 24 „Miniloads“ und 143.200 Stellplätzen.

Ein Lagerverwaltungssystem von Witron optimiert dabei die Materialflussprozesse. Diese Web-basierte Software-Suite soll für eine ganzheitliche Vernetzung und Transparenz sorgen: sowohl vertikal zwischen allen System-Ebenen als auch horizontal innerhalb der gesamten Supply Chain. Die Konsequenz ist laut Witron eine hohe „Warehouse Intelligence“. Das heißt, es entstehe ein Echtzeit-Logistik-Netzwerk, welches sämtliche „Player“ miteinander verbindet, so dass Veränderungen dynamisch in den Logistikprozess einfließen.