Logistikstandort: Liefergrün bringt Pakete aus Essener Terminal ins Ruhrgebiet

In das neue Paket-Umschlagzentrum von Liefergrün in Essen können elektrische Lieferfahrzeuge direkt hereinfahren und ohne Umwege mit Paketen beladen werden.

Liefergrün hat in Essen ein Zentrum für seine nachhaltige Paketzustellung in Betrieb genommen. (Foto: Liefergrün)
Liefergrün hat in Essen ein Zentrum für seine nachhaltige Paketzustellung in Betrieb genommen. (Foto: Liefergrün)
Gunnar Knüpffer
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Nach dem Start in Berlin, Hamburg und Wien hat der Paketdienstleister Liefergrün, der auf nachhaltige Lieferung setzt, sein Konzept in der nächsten Metropolregion im Ruhrgebiet gestartet. Seit März 2023 werden Onlinebestellungen von Marken wie H&M in Dortmund, Herne, Bochum, Essen, Moers, Mülheim an der Ruhr, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bottrop und Duisburg aus einem modernen Paket-Umschlagzentrum in Essen zugestellt, ist einer Presseaussendung von Liefergrün vom 29. März zu entnehmen. Immer mehr Endkunden würden das Konzept von Liefergrün in Anspruch nehmen und eine nachhaltige sowie schnelle Lieferung ihrer Pakete einfordern.

Mit seinem Service erreicht das Logistik-Tech-Unternehmen nun 5,1 Millionen Menschen im Ruhrgebiet und will den Status quo der traditionellen Logistikbranche angreifen. Das neu eröffnete Terminal soll das Konzept der emissionsfreien Last-Mile-Logistik auf eine neue Ebene heben. Der Standort biete die Möglichkeit, in Reichweite und Kapazität zu wachsen, die neue Infrastruktur sei darauf ausgelegt, den Versandprozess für die gesamte Region zu optimieren, teilte Liefergrün mit.

Elektrische Lieferfahrzeuge können direkt durch die Halle fahren

Zu den Nachhaltigkeitsmerkmalen der Anlage zählen eine einfache Zufahrt für Fahrzeuge, um eine schnellere Anlieferung der Pakete im Terminal zu ermöglichen sowie ein Durchflussprinzip, um elektrische Lieferfahrzeuge direkt durch die Halle fahren zu lassen und diese ohne Umwege mit Paketen zu beladen. Darüber hinaus setzt Liefergrün auf eine moderne Anlage zur effizienteren Paketsortierung. Bis Jahresende plant der Dienstleister, eigene Ladesäulen am neuen Standort zu errichten. Durch die geplante Installation von Fotovoltaikanlagen auf dem Dach des Terminals soll es zum emissionsfreien Selbstversorger werden. Der Logistiker will mit dem Terminal in Essen und seinem Zustellalgorithmus neue Standards für andere Regionen setzen und einen Schritt Richtung emissionsfreier letzter Meile machen.

Nach Hamburg waren die elf neuen Städte der logische Schritt zur weiteren Expansion in Deutschland. Der Paketdienstleister wolle für weniger Emissionen im größten Ballungsraum Deutschlands sorgen und einen Weg aufzeigen, die steigende Paketflut zu bewältigen und den klimaschädlichen Lieferverkehr der Logistikbranche im Ruhrgebiet nachhaltig zu verändern, teilte das Unternehmen mit. Diese Herausforderungen ließen sich laut Gründer und CEO Niklas Tauch nur durch die Kombination eines nachhaltigen Ansatzes mit technologiebasierten Lösungen bewältigen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Liefergrün durch technologische Unterstützung im großen Stil skalierbar ist. Mit dem hochmodernen Terminal in Essen schaffen wir die Infrastruktur, um dieses Ziel für unsere Kunden im Ruhrgebiet und bald deutschlandweit umzusetzen, sagte Tauch.

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