Logistikstandort: Lapp vervierfacht seine Lagerkapazität in Hannover

Lapp hat zusammen mit LIP Invest und der Bauwo Grundstücksgesellschaft sein neues Logistikzentrum in Hannover offiziell eröffnet. Dort realisiert der Anbieter von Kabeltechnologie nachhaltige Ansätze zum Beispiel in der Verpackungstechnologie.

Eröffneten feierlich das neue Logistikzentrum von Lapp (v.l.n.r.): LIP-Geschäftsführer Sebastian Betz, LAPP-Vorstandsmitglied Georg Stawowy und LIP-Geschäftsführer Bodo Hollung. (Bild: LIP Invest)
Eröffneten feierlich das neue Logistikzentrum von Lapp (v.l.n.r.): LIP-Geschäftsführer Sebastian Betz, LAPP-Vorstandsmitglied Georg Stawowy und LIP-Geschäftsführer Bodo Hollung. (Bild: LIP Invest)
Gunnar Knüpffer

Im Beisein von vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Mitarbeitenden hat Lapp am 31. Mai sein neues Logistikzentrum in Hannover feierlich eröffnet. Im Herbst 2020 wurde das Zentrum bereits in Betrieb genommen, pandemiebedingt musste die offizielle Feier jedoch verschoben werden, hieß es in einer Pressemitteilung des Anbieters von Kabel- und Verbindungstechnologie vom 1. Juni.

Der Neubau an der Max-Müller-Straße 23 steht gegenüber des bisherigen Logistikzentrums. Mit 68.000 Quadratmetern Grundstücksfläche und einer Lagerfläche von 42.000 Quadratmetern im Außen- und Innenbereich bietet laut Lapp allein der Neubau mit rund 15.000 Quadratmetern die vierfache Lagerkapazität und es gebe noch Platz zum Wachsen. Insgesamt können dort bis zu 60.000 Kabeltrommeln mit Querschnitten zwischen 40 und 280 Zentimetern gelagert werden. Die Zahl der Mitarbeiter ist seit dem Umzug von 110 auf 173 gestiegen.

Der Anbieter von Immobilien-Spezialfonds, LIP Invest, erwarb die Brownfield-Immobilie, die der Projektentwickler Bauwo Grundstücksgesellschaft errichtet hatte, nach Fertigstellung in einer Off-Market Transaktion für einen seiner Logistik-Fonds. 

„Bei diesem Ankauf waren die hervorragende Lage und die energetische Gebäudequalität ausschlaggebend“, sagte Bodo Hollung, Gesellschafter und Geschäftsführer von LIP Invest.

Hannover ist für Lapp flächenmäßig der größte Logistikstandort in Deutschland und die logistische Drehscheibe für alle Kunden im Norden Deutschlands, in Benelux, Skandinavien und Großbritannien. Er dient nach Unternehmensangaben auch als Zentrum für nachhaltige Produkte. So werden dort alle Photovoltaik- und Glasfaserleitungen sowie Leitungen für große Windkraftanlagen gelagert.

„Auch bei der Ausgestaltung des Standorts haben wir auf Nachhaltigkeit geachtet“, sagte Andreas Gesse, Leiter des Logistikzentrums Hannover. „So konnte durch eine neue Verpackungsanlage der Gasverbrauch um rund 50 Prozent reduziert werden und auch bei der Schutzfolie, die die Kabeltrommeln ummantelt, konnten wir 30 Prozent einsparen.“

Bei bestimmten Kabeltrommeln werde sogar ganz auf Folie verzichtet und stattdessen mit einem Gurt gebändert.

Lapp setzt auch Recycling-Verfahren ein: Durch den Einsatz einer speziellen Holzpresse werden alte Kabeltrommeln geschreddert und von einem regionalen Unternehmen wieder aufbereitet, sodass neue Kabeltrommeln daraus gefertigt werden. Durch diesen Recyclingzyklus spart das Unternehmen laut eigenen Angaben ein Vierfaches seiner Holzentsorgung.

Pappabfälle werden als Füllmaterial für Verpackungen wiederverwertet und Lapp stellte die Staplerflotte auf Elektroantrieb um. Jeder Regalgang mit Bewegungsmeldern ausgestattet, um den Strombedarf zu reduzieren. Zudem ersetzen Mähroboter zur Grünflächenpflege Verbrennertechnologien und ein Viertel der Außenanlage ist als Blumenwiese für Insekten angelegt.

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