Logistikstandort: Discounter Norma errichtet Tiefkühlzentrum in Rossau

Der Lebensmittel-Discounter Norma hat die Erweiterung seines Logistikzentrums in Rossau in Betrieb genommen. Aus dem neuen Kühl- und Tiefkühlzentrum können neben sächsischen und brandenburgischen Filialen auch Geschäfte in Tschechien beliefert werden.

In Rossau hat Norma ein neues Kühl- und Tiefkühllogistikzentrum eröffnet. Abgebildet ist eine Visualisierung. (Bild: Norma)
In Rossau hat Norma ein neues Kühl- und Tiefkühllogistikzentrum eröffnet. Abgebildet ist eine Visualisierung. (Bild: Norma)
Gunnar Knüpffer

Der Nürnberger Lebensmittel-Discounter Norma eröffnet nach zwölf Monaten Bauzeit sein neues Kühl- und Tiefkühl-Logistikzentrum, das die bestehende Niederlassung in Rossau erweitert. Dafür investiert der Discounter einen zweistelligen Millionenbetrag, wie er am 17. Juni auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE mitteilte. Die nutzbare Innenraumhöhe der Halle beträgt mindestens sieben Meter und ermöglicht so den Einsatz neuester Hochregale.

Seit der Eröffnung der Niederlassung in Rossau im Jahr 1993 hat sich die von dort belieferte Filialanzahl verdreifacht. Der Neubau ermögliche nach Angaben von Norma nicht nur eine größere Lieferkapazität, auch die Flexibilität steige. Der Discounter könne schneller auf den Bedarf in den jeweiligen Filialen reagieren.

Die 1.260 Quadratmeter große Tiefkühlfläche (Raumtemperatur: minus 24 Grad Celsius), das auf 2.510 Quadratmeter ausgelegte Kühlhaus für die Pluskühlung (vier Grad Celsius), sowie das rund 430 Quadratmeter große Areal speziell zur Frischfleisch-Kühlung (konstant bei zwei Grad Celsius) sollen die Belieferung von mehr als 150 Filialen sicherstellen. Dazu zählen neben den sächsischen und brandenburgischen Filialen auch Filialen in Tschechien. Perspektivisch können laut Norma aus dem Rossauer Logistikzentrum bis zu 250 Filialen beliefert werden. Auch einer weiteren Expansion in Sachsen stehe somit nichts im Weg.

Niederlassungsleiter Matthias Lehmann sagte über den Neubau: „Alle Gebäudekomponenten im neuen Norma-Tiefkühl- und Kühldistributionszentrum mit seinen vier hochmodernen Andockstationen werden nachhaltig, energiesparend und wirtschaftlich effizient betrieben.“

Für die Dämmung nutzt Norma laut eigenen Angaben hochwertige Baumaterialien bei den Außenwänden. Als Kältemittel wird CO2 eingesetzt, das effizient und umweltfreundlich sei. Hinzu kommt eine auf dem Dach des Kühlhauses installierte Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 350 kWp. Der daraus gewonnene Strom wird selbst verbraucht – überschüssige Energie wird wieder in das Netz eingespeist. Der Neubau ist damit nach Unternehmensangaben klimaneutral. Bei den Baumaßnahmen beauftragte der Lebensmittelhändler viele regionale Firmen  – insgesamt kamen über 30 ortsansässige Firmen im Rahmen der Bauarbeiten zum Zug.

Im Rahmen des Expansionskurses von Norma ist das Tiefkühl- und Kühlzentrum in Rossau der neunte Neubau, den das europaweit in Deutschland, Frankreich, Tschechien und Österreich aktive Handelsunternehmen in jüngster Zeit errichtet hat. In Erfurt, Fürth, Magdeburg, Aichach, Rheinböllen und Dummerstorf bei Rostock sowie im französischen Sarrebourg wurden die Niederlassungen zuletzt komplett neu gebaut; in Regenstauf wurde ein Kühllogistikzentrum analog der Erweiterung in Rossau an der Niederlassung angegliedert.