Logistikimmobilien: Spitzenmiete steigt durchschnittlich um fast sechs Prozent

Realogis hat eine Logistikimmobilien-Mietpreiskarte für das erste Quartal 2022 veröffentlicht.

In 31 Logistikmärkten verteuerten sich oder verharrten die Spitzenmieten für Neubauten laut Realogis, nur in Nürnberg gab der Mietpreis nach. (Symbolbild; Foto: Zixp@ack/AdobeStocke)
In 31 Logistikmärkten verteuerten sich oder verharrten die Spitzenmieten für Neubauten laut Realogis, nur in Nürnberg gab der Mietpreis nach. (Symbolbild; Foto: Zixp@ack/AdobeStocke)
Matthias Pieringer

Die Spitzenmieten für Logistikimmobilien in Deutschland haben sich im ersten Quartal 2022 in 31 Märkten verteuert. Dies berichtet die Immobilienberatungsgesellschaft Realogis, die in ihrer aktuellen Mietpreiskarte insgesamt 32 Standorte ausgewertet hat – davon acht Top-Standorte sowie 24 regionale Märkte. Realogis analysierte dabei die Spitzenmietpreise für Logistikimmobilien im ersten Quartal 2022 im Jahresvergleich zu den zuletzt vorliegenden Werten aus dem Januar 2021.

„Im Durchschnitt aller betrachteten Standorte stieg die Spitzenmiete um 5,9 Prozent, somit verzeichnen wir insgesamt eindeutig eine steigende Tendenz“, berichtete Florian Stork, Realogis-Geschäftsführer und für den Top-Standort München sowie die süddeutschen Märkte verantwortlich. Nürnberg war der einzige Markt, in dem die Spitzenmiete nachgegeben hat (-4,4 Prozent auf 6,50 €/m², kommend von 6,80 €/m²).

„Eine hohe Nachfrage bei steigenden Grundstücks- und Baustoffpreisen, geringe Grundstücks- und Produktverfügbarkeit kombiniert mit boomendem Online-Handel sowie steigendem Bedarf nach Pufferlagern treiben die Mieten seit Jahren nach oben“, sagte Bülent Alemdag, Realogis-Geschäftsführer und für die Top-Märkte Ruhrgebiet, Düsseldorf und Köln zuständig.

München als teuerstes Pflaster

Teuerster Neubau-Logistikstandort nach Spitzenmietpreis (oberes Ende der Spanne) ist für das erste Quartal 2022 München mit 8,50 €/m², der Top-8 Standort hat um 6,9 Prozent zugelegt (12-2020: 7,95 €/m²). Mit 60 Cent Abstand folgt Stuttgart mit 7,90 €/m², hier verteuerte sich die Spitzenmiete um 13,7 Prozent (Jan. 2021: 6,95 €/m²) und dann kommt Berlin mit 7,50 €/m² (keine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Auf den Plätzen vier bis acht liegen Frankfurt mit 7,10 €/m²  (+5,2 Prozent; Jan. 2021: 6,75 €/m²), Hamburg mit 6,70 €/m² (+8,1 Prozent; Jan. 2021: 6,20 €/m²), Düsseldorf mit 6,30 €/m² (+5,9 Prozent; Jan. 2021: 5,95 €/m²), Köln mit 5,95 €/m² (+1,7 Prozent; Jan. 2021: 5,85 €/m²) und das Ruhrgebiet mit 5,50 €/m² (+4,8 Prozent; Jan. 2021: 5,25 €/m²).

Außerhalb der Top-8 Standorte führt Nürnberg

Teuerste Standorte außerhalb der Top-8 sind Realogis zufolge die im Süden Deutschlands verorteten Märkte Nürnberg mit 6,50 €/m², gefolgt von Karlsruhe (6,90 €/m²) und Ingolstadt (6,50 €/m²). Die günstigsten Standorte sind nach Realogis-Angaben Göttingen (4,30 €/m²), Magdeburg und Halle (beide bei 4,00 €/m²).

Berlin mit größter Spanne

Die absolut größten Spannen zwischen Mindestmietpreis und Spitzenmietpreis weisen weiterhin Berlin, München und Stuttgart auf. „Hier ist die Spanne von Mindestmietpreis für Logistik-Neubauobjekte am höchsten – der Mindestmietpreis, der zu einer Anmietung nötig ist, liegt hier am weitesten vom Spitzenmietpreis entfernt“, so Ben Dörks, Realogis-Geschäftsführer für den Berliner Markt. In Berlin liegt die Spanne bei 3,40 €/m², hier müssen Nutzer mindestens 4,10 €/m² berappen, in der Spitze aber 7,50 €/m². München folgt mit einer Differenz von 2,00 €/m² (mindestens 6,50 €/m², Spitze 8,50 €/m²) und Stuttgart liegt bei 1,90 €/m² (indestens 6,00 €/m²; Spitze 7,90 €/m²). Am engsten zusammen liegen Realogis zufolge Spitzenmietpreis und Mindestmietpreis mit 30 Cent/m² in Bielefeld, Wolfsburg und Dresden.

Eine Besonderheit gegenüber anderen Analysen ist laut Realogis, dass die Mietpreiskarte auf tatsächlichen, tagesaktuellen Angebotsmietpreisen der Eigentümer basiert – und nicht auf der Auswertung von Web-Angeboten

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