Logistikimmobilien: Schirm übernimmt Gefahrstofflager

Der Produktionsdienstleister für die europäische Chemieindustrie führt das Logistikzentrum von Imperial Logistics International in Schönbeck (Elbe) weiter.

Ab Februar 2022 führt Schirm das Gefahrstofflager von Imperial Logistics am Standort Schönbeck (Elbe) weiter. (Foto: Schirm GmbH)
Ab Februar 2022 führt Schirm das Gefahrstofflager von Imperial Logistics am Standort Schönbeck (Elbe) weiter. (Foto: Schirm GmbH)

Die Schirm GmbH, ein Produktionsdienstleister für die europäische Chemieindustrie, übernimmt das Gefahrstofflager des Logistikdienstleisters Imperial Logistics International in Schönebeck (Elbe), das haben die Unternehmen am 7. Dezember bekannt gegeben. Damit weitet Schirm seine Aktivitäten im Bereich Logistik und Lagerhaltung deutlich aus und bietet den Kunden künftig Produktions- und Lagerdienstleistungen aus einer Hand, heißt es in der Mitteilung. Aber auch externen Chemieproduzenten und -händlern steht das Lager offen, beispielsweise als Pufferlösung für die zuverlässige Rohstoffversorgung in der Region. Die Übernahme soll im Januar 2022 vollständig abgeschlossen sein.

Zur Unterstützung der Produktion sind laut Mitteilung bereits 4.600 Gefahrstoff-Palettenplätze für Rohstoffe und Fertigprodukte in Schönebeck verfügbar. Mit der Übernahme erhöht Schirm eigenen Angaben zufolge seine Lagerkapazitäten am Standort um 19.000 Palettenstellplätze für Gefahrstoffe verschiedener Lagerklassen (2B, 3, 4.1, 4.3, 5.1, 6.1, 8, 10, 11, 12, 13).

Nahtlose Weiterführung

Schirm verfügt durch seine Produktion bereits über mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Umgang und der Lagerung von Gefahrstoffen, so dass zur offiziellen Übergabe des Lagers am 1. Februar 2022 eine nahtlose Weiterführung des Service auf gleichem Qualitäts- und Sicherheitsniveau gewährleistet sei. Die Anlagen umfassen ein Hochregallager mit drei Brandabschnitten sowie Blocklager in sechs separaten Hallen, welche jeweils auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik sind. Gemäß Richtlinie des Handelsverbands agrochemischer Unternehmen, CropLife International, können auf Kundenwunsch auch Crosskontaminations-Anforderungen umgesetzt werden. Aufgrund seiner zentralen Lage und guten Verkehrsanbindung in Schönebeck (Elbe) bei Magdeburg eigne sich das Gefahrstofflager als strategisch günstiger Knotenpunkt in der europaweiten und regionalen Chemie-Supply-Chain.

„Die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie, die Blockade des Suez-Kanals und die zunehmenden Engpässe in den europäischen Seehäfen haben uns gezeigt, wie fragil und störanfällig Lieferketten und Just-In-Time-Konzepte sind. Mit der Erweiterung unseres Chemielogistik-Services bei gleichzeitiger Vergrößerung unserer Kapazitäten können wir Kunden aus der Chemieindustrie einen messbaren Mehrwert bieten, indem wir als Rohstoffpuffer- und Zwischenlager möglichen Versorgungsengpässen vorbeugen“, sagt Trevor Roberts, CEO der Schirm GmbH.

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