Logistikimmobilien: Rossmann investiert 100 Millionen Euro in Neubau

Die Drogeriemarkkette Rossmann will mit einem neuen Logistikzentrum in Burgwedel ihre Produktivität um 20 Prozent steigern. Dabei werden die Funktionen eines Distributionszentrums und eines Onlinelagers vereint.

Den ersten Spatenstich für das neue Logistikzentrum von Rossmann am Standort Burgwedel (v.l.n.r.) setzten Nils Köster (Geschäftsführer Köster), Michael Rybak (Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH), Ortrud Wendt (Bürgermeisterin Burgwedel) und Raoul Roßmann (Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH). (Bild: Rossmann)
Den ersten Spatenstich für das neue Logistikzentrum von Rossmann am Standort Burgwedel (v.l.n.r.) setzten Nils Köster (Geschäftsführer Köster), Michael Rybak (Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH), Ortrud Wendt (Bürgermeisterin Burgwedel) und Raoul Roßmann (Geschäftsführer der Dirk Rossmann GmbH). (Bild: Rossmann)
Gunnar Knüpffer

Nach fast zwei Jahren Planungs- und Verhandlungsphase startet Rossmann mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums in Burgwedel. In direkter Nähe zur Firmenzentrale entsteht in den kommenden eineinhalb Jahren für 100 Millionen Euro ein circa 42.000 großes Gebäude für das Regionallager Burgwedel und für Rossmann-Online, teilte die Drogeriemarktkette zum Spatenstich am 16. August mit. Nach derzeitigem Planungsstand ist eine Fertigstellung für Ende März 2024 vorgesehen.

Rossmann hatte gemeinsam mit dem Generalplaner Phase 5 International GmbH ein Konzept erarbeitet, das nun mit dem Generalunternehmen Köster GmbH realisiert wird. Das neue Lager soll explizit auf die Anforderungen der Logistik des Unternehmens zugeschnitten sein. Das Konzept dafür ist nach Angaben von Rossmann zukunftsfähig, nachhaltig und ökologisch.

Vernetzte Logistiksysteme werden künftig die Kommissionierung von Aufträgen unterstützen, während im Lager unter anderem intelligente Fördertechnik einen kontinuierlichen Warenfluss gewährleisten soll.

„Mit dem neuen Logistiklager und der dortigen ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung steigern wir nicht nur dauerhaft die Produktivität um 20 Prozent, sondern schonen nachhaltig die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Geschäftsführer Michael Rybak. „Im neuen Lager werden die Funktionen eines regionalen Distributionszentrums und des Online-Lagers in einem flexiblen Komplex vereinigt.“

Mit dem integrierten Konzept würden sie sich an den Wünschen ihrer Kunden orientieren und könnten die Ware schnell und unkompliziert zu diesen nach Hause oder zur Abholung in ihre Filialen schicken.

Das Gebäude wird in Anlehnung an das Zertifizierungssystem der DGNB gebaut, um das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigten. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaik-Anlage installiert, weitere Teile werden begrünt. Die Außenanlage wird zudem mit Wildblumen und Gräsern für Insekten bepflanzt.

Das aktuell genutzte Hochregallager in Burgwedel aus dem Jahr 2001 ist laut Rossmann nicht nur zu klein geworden, mit Blick auf das Alter steige auch der Sanierungsaufwand. Die Drogeriemarktkette will das bisherige Lager aber nicht leer stehen lassen – nach der Modernisierung soll es für diverse logistische Anschlussverbindungen genutzt werden.

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