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Logistikimmobilien: Realogis veröffentlicht neue Mietpreiskarte

Das Immobilienberatungsunternehmen Realogis hat für das erste Halbjahr 2020 die Mietpreiszahlungen an 32 deutschen Logistik-Standorten ausgewertet.

Realogis zufolge sind in sechs der Top-8-Logistikmärkte Deutschlands im zweiten Vierteljahr 2020 gegenüber dem Vorquartal Mietpreissteigerungen zu verzeichnen. (Symbolbild; Foto: Szymon/AdobeStock)
Realogis zufolge sind in sechs der Top-8-Logistikmärkte Deutschlands im zweiten Vierteljahr 2020 gegenüber dem Vorquartal Mietpreissteigerungen zu verzeichnen. (Symbolbild; Foto: Szymon/AdobeStock)
Matthias Pieringer

Realogis hat seine neue deutschlandweite „Mietpreiskarte für Logistikimmobilien“ vorgestellt. Sie fuße auf tatsächlichen, tagesaktuellen Angebotsmietpreisen der Vermieter, meldete das Immobilienberatungsunternehmen am 1. September in München.

Die „Mietpreiskarte für Logistikimmobilien H1 2020“ von Realogis ist den Angaben zufolge für Unternehmen in den Bereichen Handel, E-Commerce, Gewerbe und Produktion relevant sowie für institutionelle und private Investoren und Kommunen. Realogis hat dafür die aktuellen Mietpreiszahlungen für Neubauten und Bestandsimmobilien an 32 deutschen Logistik-Standorten ausgewertet.

Top-8 Logistikmärkte: Höhere Mieten in sechs Märkten

Veränderungen sind demnach auf sechs der insgesamt 8 Top-Logistikimmobilienmärkte beobachtet worden. In der Metropolregion Hamburg zog der Startpreis für funktionale Bestandsimmobilien um 22,22 Prozent an, das heißt gegenüber dem letzten Quartal, in welchem noch 4,50 Euro/Quadratmeter gezahlt wurden, hat sich die Miete auf 5,50 Euro/Quadratmeter erhöht.

Auch in der Metropolregion Berlin betrifft die Veränderung Bestandsimmobilien. Lag die Mietpreisspanne in Q1 2020 noch bei 4,10-6,00 Euro/Quadratmeter lag, driftet die Schere mit 3,55 – 6,50 Euro/Quadratmeter in Q2 2020 weiter auseinander (-13,41 % untere Grenze, + 8,33 % obere Grenze).

In München betreffen laut Realogis die Änderungen Logistikimmobilien-Neubauten, deren Spanne sich von 6,35-7,25 Euro/Quadratmeter (Q1 2020) auf 6,45-7,95 Euro/Quadratmeter erhöht hat. Damit hat sich in der bayerischen Metropolregion der Startmietpreis um 1,57 Prozent verteuert und der Spitzenmietpreis hat um 9,66 Prozent angezogen.

In Düsseldorf sind die Mietpreise sowohl im Bestand als auch im Neubau gestiegen: Für Bestandsimmobilien liegt die Range laut Realogis bei 4,40-4,95 Euro/Quadratmeter (Q1 2020: 4,30-4,75 Euro/Quadratmeter) und für den Neubau zwischen 5,30-5,95 Euro/Quadratmeter (Q1 2020: 5,00-5,70 Euro/Quadratmeter), womit der Startpreis um sechs Prozent anzog.

Ähnlich verhält es sich nach Realogis-Angaben in Köln, wo sich der Startpreis um fünf Prozent verteuerte (von 4,00 Euro/Quadratmeter auf 4,20 Euro/ Quadratmeter). Im Neubau hat die ganze Range im Vergleich zu Q1 2020 angezogen: der Startpreis um 7,37 Prozent von 4,75 Euro/Quadratmeter auf 5,10 Euro/Quadratmeter und der Spitzenpreis um 5,45 Prozent von 5,50 Euro/Quadratmeter auf 5,80 Euro/ Quadratmeter.

Im Ruhrgebiet ist bei Bestandsimmobilien Realogis zufolge ein leichter Anstieg von 3,30 – 3,90 Euro/Quadratmeter auf 3,40- 3,95 Euro/Quadratmeter verzeichnet worden. Der Neubau hingegen habe stärkere Veränderungen ausgewiesen: Der Startpreis ist um zehn Prozent gestiegen (von 4,00 Euro/Quadratmeter auf 4,40 Euro/Quadratmeter) und der Spitzenpreis um 5,15 Prozent (von 4,85 Euro/Quadratmeter auf 5,10 Euro/Quadratmeter).

Weitere Logistikmärkte

Beim Blick auf die weiteren Logistikmärkte in Norddeutschland (außer Hamburg) sticht Kassel hervor, wo Realogis einen Mietpreisanstieg von 17,07 Prozent beim Spitzenpreis in Bestandsimmobilien verzeichnet hat (von 4,10 Euro/Quadratmeter auf 4,80 Euro/ Quadratmeter).

Die Mietmärkte in Ostdeutschland hingegen zeigen sich laut dem Immobilienberatungsunternehmen nahezu unverändert. Auch im Süden Deutschlands seien die Mietpreise weitestgehend gleich und stabil geblieben, so Realogis.

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