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Logistikimmobilien: Neues Werkzeuglager bei Wien

Händler Spiral Reihs investiert 35 Millionen Euro.
So soll das neue Logistikzentrum aussehen. (Simulationsbild: Klinkhammer)
So soll das neue Logistikzentrum aussehen. (Simulationsbild: Klinkhammer)
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László Dobos

Der Werkzeughändler Spiral Reihs & Co. KG mit Sitz in Wien baut ein neues Logistikzentrum in Wien-Inzersdorf. Als Generalunternehmer hat Spiral Reihs die Klinkhammer Group mit Sitz in Nürnberg beauftragt. Das teilte Klinkhammer auf der Intralogistik-Messe LogiMAT vom 13. bis 15. März in Stuttgart mit. Der Neubau, zu dem auch ein Bereich für die Verwaltung gehört, werde circa 35 Millionen Euro kosten.

40.000 Artikel permanent auf Lager

Das Lieferprogramm von Spiral Reihs besteht laut Klinkhammer aus circa 160.000 Artikeln, wovon 40.000 permanent ab Lager verfügbar sind. Durch das kontinuierliche Unternehmenswachstum stöße das derzeitige Logistikzentrum an seine Kapazitätsgrenzen. Als Generalunternehmer für die Intralogistik erhielt Klinkhammer den Zuschlag für die Koordination der Gewerke beim Neubau, Programmierung der Anlagensteuerung und Lagerverwaltungssoftware, inklusive Unterstützung beim Produktivstart.

Hochregallager und Fördertechnik

Das neue Logistikzentrum besteht aus einem automatischen Paletten-Hochregallager sowie Fördertechnik für Paletten und Behälter, einem automatischen Auftragszusammenführungspuffer, einem Schubladenpark für Kleinteile, Fachboden-, Kragarm- und Liftlager, mehreren Sonderlagern sowie der Wareneingangs- und Versandzone.

Die Systemleistung der vier Regalbediengeräte im Paletten-Hochregallager mit circa 9.200 Stellplätzen beträgt laut Klinkhammer circa 120 Doppelspiele pro Stunde. An das Hochregallager ist eine Vorzone angeschlossen, die zur Kommissionierung von Großmengen und sperrigen Teilen sowie zur Sicherstellung des Nachschubs für die übrigen Kommissionierbereiche dient. Zur Effizienzsteigerung der Warenströme ist das Lager mit einer automatischen Fördertechnik für Behälter ausgestattet, die die wichtigen Bereiche verbindet.

Spiral Reihs denkt auch an die Zukunft

„Die Lösung sollte nicht nur die aktuellen Anforderungen der innerbetrieblichen Logistik erfüllen, sondern auf künftige Entwicklungen reagieren und sich anpassen können. So sind schon heute mehrere Ausbaustufen vorausgeplant“, erklärt Theodor Gartner, Projektleiter der Klinkhammer Group. In der nächsten Ausbaustufe sind bereits vier weitere Kommissionierbahnhöfe und vier zusätzliche Packplätze sowie ein stufenweiser Ausbau von Fachbodenlager und Schubladenpark eingeplant.

Kommissionierung von Kleinteilen

Eine Fachbodenregalanlage für 14.880 Behälterstellplätze und ein Schubladenpark für 4.340 Schubladen sollen für den schnellen Zugriff auf Sortimentskästen und Kleinteile sorgen. Die Behälterfördertechnik verbindet laut Klinkhammer das Fachbodenlager, den Schubladenpark und das Hochregallager mit der Konfektionierung, dem Wareneingang und dem Warenausgang. An vier Bahnhöfen entlang der Förderstrecke wird die einzulagernde Ware abgenommen und der Behälter chaotisch in freie Regalfächer eingelagert.

Der automatische Auftragszusammenführungspuffer für die Konsolidierung von Aufträgen mit mehreren Behältern ist über einen Bypass an die Zuführstrecke zur Verpackung angeschlossen und soll bis zu 120 Behälter pro Stunde einlagern und auslagern können. Seine Pufferkapazität umfasst nach Angaben von Klinkhammer knapp 800 Behälter.

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