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Logistikimmobilien: Multishuttle-System für RS Components

Der Elektronikdistributor beauftragt den Intralogistiker Dematic mit der Automatisierung des Zentrallagers.

So soll das neue Logistikzentrum des Elektronikdistributors RS Components in Bad Hersfeld aussehen. (Visualisierung: Dematic)
So soll das neue Logistikzentrum des Elektronikdistributors RS Components in Bad Hersfeld aussehen. (Visualisierung: Dematic)
Melanie Endres

Dematic automatisiert das Zentrallager der RS Components GmbH im hessischen Bad Hersfeld, das hat der Intralogistiker kürzlich bekannt gegeben. Im Zuge der Erweiterung des Gebäudes installiert der Intralogistikspezialist für den Elektronikdistributor dort ein zehn-gassiges Dematic Multishuttle-System mit 300.000 Behälterstellplätzen, so die Pressemitteilung. Die Lösung soll die Artikel einlagern, puffern und für die Kommissionierung und die Auftragszusammenstellung sequenzieren. Hierzu greifen laut Dematic 300 Shuttles automatisch auf die Behälter zu und befördern sie innerhalb des dreistöckigen Distributionszentrums direkt zu den Goods-to-Person (GTP)-Kommissionierstationen, zum Versand sowie in das Bestandslager zum Umpacken der Ware, um diese versandbereit zu machen. Ziel von RS Components sei es, durch den höheren Automatisierungsgrad die Pickleistung auf täglich bis zu 38.000 Auftragszeilen zu steigern. Geplant ist der Pressemitteilung zufolge, dass das hochmoderne Logistikzentrum im zweiten Quartal 2021 in Betrieb geht.

„Das Dematic Multishuttle-System ermöglicht hohe Durchsatzraten sowie eine fehlerlose Kommissionierung und garantiert RS Components somit eine effiziente und zuverlässige Auftragsabwicklung“, sagt Jessica Heinz, Leitung Marketing und Business Development Dematic Central Europe.

Für Industrie und Elektronik

In dem neuen Distributionszentrum in Bad Hersfeld lagert der globale Multi-Channel-Anbieter von Produkten und Lösungen aus dem Bereich Industrie und Elektronik künftig bis zu 450.000 Artikel, so die Dematic-Angaben. Mit der Produktvielfalt gehen laut Mitteilung aufwendige intralogistische Prozesse einher, denen das Unternehmen nun mit der umfangreichen Automatisierung des Materialflusses begegnet.

„Mit dem System lassen sich Geschwindigkeit, Lagerdichte, Genauigkeit und Verfügbarkeit innerhalb des Distributionszentrums signifikant erhöhen“, sagt Peter Stock, Senior Project Manager Implementation bei der RS Components GmbH.

Automatische Ein- und Auslagerung

Im Wareneingang im Erdgeschoss sollen die Artikel zunächst auf Kartons angeliefert und in das Dematic Multishuttle-System eingespeist werden. Anschließend übernehme das System die automatische Ein- und Auslagerung sowie den Transport der Ware über drei Etagen hinweg. Vor diesem Hintergrund ist in die Installation Dematic Behälterfördertechnik integriert, die das Dematic Multishuttle mit der Kommissionierung, den Packstationen sowie dem Versand verbindet, so der Intralogistiker. In die Anlage sollen zudem unterschiedliche Gewerke, wie Spiral- und Umlaufförderer, Labelprinter, Durchlaufwaagen, Kartonaufrichter und -verschließer eingebunden werden, um die logistischen Abläufe zu unterstützen. Sobald ein Auftrag eingeht, transportieren die Shuttles den Angaben zufolge die benötigten Artikel automatisch und in der richtigen Reihenfolge zu einem der insgesamt acht GTP-Arbeitsplätze in der ersten Etage oder zur Fertigung und Konsolidierung an den Make-to-Order- und Make-to-Stock-Arbeitsplätzen in der zweiten Etage. Für die anschließende automatische Verpackung integriert Dematic nach EigenanangabenKartonaufrichtungs- und Kartonverschlussmaschinen. RS Components verringere auf diese Weise seine Verpackungs- und Versandkosten.

Für Materialfluss und Flexibilität

Für den reibungslosen Materialfluss mit der nötigen Flexibilität sorge die von Dematic integrierte Automationssoftware der Digital Applications International Limited (DAI), Tochter des gemeinsamen Mutterkonzerns KION Group. Diese übernehme sowohl die Verwaltung des Dematic Multishuttles als auch die des Materialflusses. Darüber hinaus steuere sie die Auftragszusammenstellung.

„Dabei ist die IT-Lösung äußerst effizient und verkürzt bei höchster Präzision die Zykluszeiten“, sagt Heinz.

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