Werbung
Werbung
Werbung
Das Thema Logistik-Immobilien wird präsentiert von

Logistikimmobilien: Logistikzentrum in Obernburg fertiggestellt

Das Industrie Center Obernburg hat Zuwachs bekommen.

Das Logistikzentrum im Industrie Center Obernburg umfasst eine Fläche von rund 71.000 Quadratmetern. (Foto: Mainsite)
Das Logistikzentrum im Industrie Center Obernburg umfasst eine Fläche von rund 71.000 Quadratmetern. (Foto: Mainsite)
Werbung
Werbung
Melanie Endres

Etwa 50 Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main hat das Industrie Center Obernburg, kurz ICO, Zuwachs bekommen, das verkündete das Planungsunternehmen Drees & Partner kürzlich. Anfang November fand die finale Übergabe des zwölf Meter hohen und 145 Meter tiefen Logistikzentrums statt. Mit rund 71.000 Quadratmetern bietet es Platz für bis zu 150.000 Paletten-Stellplätze. Der Bauherr, die ICO-Betreibergesellschaft Mainsite GmbH & Co.KG, setzt laut Mitteilung auf einen hohen Automatisierungsgrad im Gebäude und gestaltet das Dach „als größtes Gründach Bayerns“. Das internationale Projektmanagement- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer begleitete das Vorhaben nach Eigenangaben als Projektmanager und die Firma Dreßler Bau verantwortete laut Pressemeldung die Bauausführung als Generalunternehmer. Zukünftige Nutzer und Betreiber werden neben dem Standort selbst auch Ciba Vision und Syncreon sein.

Logistikzentrum als digitaler Baustein für die Zukunft

Insgesamt acht Hallen umfasst der Gebäudekomplex im bayerischen Obernburg. Sieben Hallen mit je rund 10.000 Quadratmetern sollen als Logistikhallen genutzt werden. Eine weitere Halle mit 2.400 Quadratmetern dient zur Lagerung von Gefahrgut. Hinzu kommen Büro-, Lager- und Sozialflächen auf Zwischenstockwerken. Die Hallen sind mit jeweils zehn Rampen und Toren ausgestattet und verfügen über Klappkeilbrücken. So können Fahrzeuge laut Drees & Sommer variabel be- und entladen werden. Damit habe sich der 50 Millionen-Neubau zu einem der größten Logistikgebäude in der gesamten Region entwickelt. Für den logistischen Betrieb sei die Mainsite Logistik Services GmbH, eine Tochtergesellschaft von Mainsite, verantwortlich.

„Um den Ansprüchen an Industrie 4.0 gerecht zu werden, setzen wir im neuen Logistikzentrum auf Digitalisierung: Ein innovatives Warenwirtschaftssystem, geknüpft an eine intelligente, vollautomatische Gabelstaplerflotte sorgen für einen hohen Automatisierungsgrad“, erklärt Andreas Schneider, Leiter Immobilien und Standortentwicklung bei der Mainsite.

Gründach als Ausgleich

Künftig werde das Gelände täglich von etwa 150 Lkw angefahren. Um Stau zu vermeiden wurde die Verkehrssituation im Vorfeld genau untersucht, heißt es in der Mitteilung. Auf dieser Basis wurden Drees & Sommer zufolge verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise großzügige Abbiegespuren und 25.000 Quadratmeter an Stau- und Rangierfläche für Lastwagen umgesetzt. Auch eine nachhaltige Verkehrsverlagerung sei möglich, da eine Anbindung an den Schiffs- und Bahnverkehr bestehe. Zum Ausgleich für die Natur hat die Mainsite laut Drees & Sommer auf einer Fläche von über 71.000 Quadratmetern Bayerns größtes und Deutschlands zweitgrößtes Gründach angelegt. Es umfasst Hügel, Totholzareale und Feuchtbereiche, um die verschiedenen am Erdboden vorkommenden Bio-Zonen möglichst real abzubilden. Das Dach speichert den Angaben zufolge in seiner Substratschicht rund 60 Prozent des Niederschlags. Durch den Verdunstungseffekt sollen niedrige Innentemperaturen entstehen. Das Dach soll zudem begehbar sein, zum Beispiel für Schulklassen.

„Durch das Gründach wurde das Gebäude zwar teurer, da die Tragkonstruktion stabiler sein muss, gleichzeitig hält es aber auch etwa 30 Prozent länger als ein normales Dach. Außerdem isoliert es besser gegen Wärme und Kälte“, erklärt Daniela Heilig, Senior Projektpartnerin bei Drees & Sommer.

Planung im Detail

Bereits Ende Mai 2019, nach zehn Monaten Bauzeit, wurde der erste Bauabschnitt des ICO-Logistikzentrums fertiggestellt. Nun wurde im September 2019 durch die Firma Dreßler Bau auch der zweite Bauabschnitt an den Bauherren Mainsite sowie das gesamte Areal Anfang November übergeben. Von Projektbeginn an begleitete Drees & Sommer den Bauherrn mit Projektmanagementleistungen, heißt es in der Mitteilung. Dazu zählen Tiefbauarbeiten mit Rodungen und Verlegung von Brunnenleitungen sowie die eigentlichen Hochbaumaßnahmen. Außerdem übernahm Drees & Sommer laut eigenen Angaben das technische Finanzierungscontrolling und kooperierte mit Conclude, um eine internetbasierte Plattform für den Austausch und die Ablage von Dokumenten einzurichten.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung