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Logistikimmobilien: Investmentmarkt hält 2019 Vorjahresniveau

Laut Realogis ist ein Gesamtjahresvolumen von sieben Milliarden Euro realistisch.

Auf den Logistikimmobilienmärkten herrschte laut Realogis 2019 oft Vollvermietung. (Foto: apfelweile, Fotolia)
Auf den Logistikimmobilienmärkten herrschte laut Realogis 2019 oft Vollvermietung. (Foto: apfelweile, Fotolia)
Therese Meitinger

Eine stabile Marktlage attestiert der Münchner Berater Realogis dem deutschen Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien für das gesamte Jahr 2019. Allein in den vergangenen elf Monaten (Januar-November 2019) belief sich das Transaktionsvolumen laut des Beratungsunternehmens knapp sechs Milliarden Euro und befindet sich damit auf fast demselben Niveau wie im Vorjahreszeitraum. „Bis Jahresende ist ein Gesamtvolumen von 7 Milliarden Euro durchaus möglich, was dem sehr guten Ergebnis von 2018 entspräche“, kommentiert Oliver Raigel aus dem Realogis Investmentteam.

Im Fokus standen 2019 laut der Analyse von Realogis Portfolio-Käufe mit einem Volumen größer 70 Millionen Euro sowie Einzeltransaktionen im Wert von über 20 Millionen EUR. Dabei sei der jeweiligen Lage der Logistik- beziehungsweise Industrieimmobile bei den Einzeltransaktionen mehr Gewicht eingeräumt worden als bei den Pakettransaktionen, so das Unternehmen.

„Immer weniger wichtig hingegen wird – sowohl bei Einzel- als auch bei Portfolio-Deals – die Vertragslaufzeit“, berichtet Bülent Alemdag aus dem Realogis Investment-Team. „Investoren sind derzeit bereit, kurz- und mittelfristige Vertragslaufzeiten zu akzeptieren, ohne dass dies große Preisabschläge zur Folge hat.“ Die Gründe hierfür liegen Realogis zufolge in den starken Vermietungsmärkten, die größtenteils durch Vollvermietung gekennzeichnet sind.

Zentrale Portfolio- und Einzeldeals

Portfolio-Deals sind demnach in den letzten elf Monaten mit rund zwei Milliarden Euro für knapp 40 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich gewesen. Hierzu zähle unter anderem das von Realogis begleitete Coreport-Portfolio, bestehend aus zwei Neubauimmobilien in Leipzig und Reichertshofen (bei Ingolstadt) sowie einem Bestandgebäude in Leipzig, so der Berater. Es umfasst dem Berater zufolge eine Mietfläche von rund 70.000 Quadratmetern und eine Grundstücksfläche von etwa 155.000 Quadratmetern und wurde an einen institutionellen Investor für 71 Millionen Euro verkauft.

Als mit wichtigste Einzeltransaktionen im laufenden Jahr nennt Realogis der Verkauf eines Hermes-Logistikzentrum im bayerischen Ansbach für 100 Millionen Euro. In Mönchengladbach habe der französische Investmentmanager La Francaise im Auftrag der südkoreanischen Investoren Samsung Securities und KB Securities vom Projektentwickler Ixocon ein Amazon-Logistikzentrum erworben, so Realogis. Den Besitzer hat dem Berater zufolge auch ein Big-Box-Logistikzentrum in Eschweiler bei Aachen gewechselt, das vom Logistikdienstleister Hammer bewirtschaftet wird. Die Immobilie mit 105.000 qm Gesamtfläche wurde von Garbe entwickelt und an Union Investment veräußert.

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