Logistikimmobilien: Hörmann lieferte Tore und mehr

Neben dem Spiraltor vom Typ „HS 7030 PU 42“ kommen Türen und Verladetechnik von Hörmann in der neuen Logistikhalle der Reinhold Keller Group zum Einsatz.

Beim Bau der 6.700 Quadratmeter großen Logistikhalle der Reinhold Keller Group kamen ausschließlich Türen, Tore und Verladetechnik von Hörmann zum Einsatz. (Foto: Hörmann)
Beim Bau der 6.700 Quadratmeter großen Logistikhalle der Reinhold Keller Group kamen ausschließlich Türen, Tore und Verladetechnik von Hörmann zum Einsatz. (Foto: Hörmann)
Melanie Wack

Die Reinhold Keller Group hat am Stammsitz in Kleinheubach bei Aschaffenburg in nur sechs Monaten eine neue Logistikhalle mit einer Fläche von 6.700 Quadratmetern errichten lassen. Wie Hörmann am 23. Juni vermeldet hat, kamen bei den Toren, Türen und der Verladetechnik ausschließlich Produkte der Firma Hörmann zum Einsatz. 2018 war die Logistik der Keller Group nach Jahren der Expansion an ihre Grenzen gestoßen und erforderte eine neue Halle für das Lagern von Kleinteilen sowie die Steuerung des Warenein- und -ausgangs, heißt es in der Mitteilung. Mit dem 6.700 Quadratmeter großen Gebäude wurde die RömBau GmbH & Co KG mit Sitz in Kleinheubach beauftragt.

„Das Projekt ist sehr gut gelaufen und unsere ambitionierten Terminwünsche wurden erfüllt“, berichtet Bernhard Weidinger, der bei der Reinhold Keller Group die Leitung interner Projekte verantwortet. Obwohl mit dem Bau erst im Oktober 2018 begonnen wurde, konnte die Immobilie bereits Ende April 2019 übergeben werden.

Alles aus einer Hand

Zu den Vorgaben des Bauherren zählte laut Mitteilung, dass Hörmann sämtliche Tore, Türen und die Verladetechnik liefern sollte: Durch die Konzentration auf einen Hersteller würde man zudem bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten Anfahrtskosten für die Monteure sparen, so die Angaben. Als Projektleiter war Weidinger von Anfang an in die Planung des Neubaus involviert, der rund 50 Meter von der Fertigungshalle entfernt liegt. Der Transport der Möbel zwischen Produktion und Logistikhalle erfolgt seit Ende 2019 durch einen elektrisch betriebenen Routenzug, der auf dem Rückweg Kleinteile wie Schrauben, Bänder und Beschläge aufnimmt und damit die Mitarbeiter in der Montage versorgt, heißt es in der Pressemeldung.

„Durch unsere anderen Gebäude haben wir Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern, wobei uns Hörmann immer das beste Paket aus Service und Qualität geboten hat“, erklärt Weidinger.

Guter Durchblick

An den Außenseiten des Wareneingangs und des Kleinteilelagers kommen den Angaben zufolge drei robuste und elektrisch angetriebene Spiraltore vom Typ „HS 7030 PU 42“ zum Einsatz. Mit 2,5 Metern pro Sekunde bieten sie laut Hersteller eine hohe Öffnungsgeschwindigkeit, während sie zugleich über gute Dämmeigenschaften verfügen. Das liegt laut Hörmann an den 42 Millimeter dicken Stahl-Sandwich-Lamellen, die mit Polyurethan (PU) ausgeschäumt sind. Vier der in Augenhöhe liegenden Lamellen sind zweifach verglast und sorgen für einen guten Durchblick sowie einen natürlichen Lichteinfall, so die Mitteilung. Beim Öffnen der vier Meter hohen Tore werden die Lamellen sicher und berührungslos in eine Spiralkonsole geführt:

„Die schnellen Spiraltore kosten in der An-schaffung zwar mehr als ein vergleichbares Industrie-Sektionaltor, dafür minimieren wir aber während des Öffnens und Schließens den Wärmeverlust in der Halle und sparen uns damit ein vorgelagertes flexibles Schnelllauftor“, erläutert Weidinger.

An der gegenüberliegenden Süd-West-Seite der Logistikhalle liegt der Warenausgang mit insgesamt 14 elektrisch angetriebenen Industrie-Sektionaltoren vom Typ „SPU F42“. Ähnlich wie die Spiraltore bestehen auch sie aus doppelwandigen, 42 Millimeter starken Stahl-Lamellen, die mit PU-Schaum ausgeschäumt sind und laut Hörmann ebenfalls eine gute Wärmedämmung bieten. Von den jeweils vier Torgliedern ist den Angaben zufolge eines mit einer klaren Kunststoff-Doppelscheibe verglast. Nach Herstellerangaben verfügt diese über die nur bei Hörmann erhältliche hochkratzfeste „Duratec“-Beschichtung.

Keine Zugluft

Die 2.500 Millimeter breiten und 3.000 Millimeter hohen Tore werden mit einem Vertikal-Beschlag (V-Beschlag) senkrecht nach oben geführt, damit keine störenden Laufschienen in der Halle sind, mit denen Flurförderfahrzeuge kollidieren könnten. Um die Hallenfläche bis zu den Außenwänden voll nutzen zu können, kommen an allen 14 Sektionaltoren im Warenausgang Vorsatzschleusen vom Typ „LHP 2“ zum Einsatz. Deren Seitenwände und das Dachpaneel werden aus doppelwandigen, 60 Millimeter dicken Stahlpaneelen hergestellt, so die Angaben.

Bei Vorsatzschleusen wird laut Hörmann das Sektionaltor nicht auf, sondern hinter der Ladebrücke bis auf den Hallenboden geführt. Die Ladebrücke sitzt demnach außerhalb der Halle, wodurch die Toröffnung besonders außerhalb der Verladezeit gut isoliert sei.

„Die Wärmedämmung und das Raumklima sind dank der Vor-satzschleusen deutlich besser“, bestätigt Weidinger, der vor allem die Zugluft aus der Halle verbannen wollte.

Exakt platziert

Dazu tragen laut Mitteilung auch die Planen-Torabdichtungen vom Typ „DSL“ bei, die beim Andocken den Freiraum zwischen Gebäude und Lkw abdichten. Sie verfügen über eine Lenkarmkonstruktion, die aufgrund ihrer Bauweise und der speziellen offenen Profile sowohl horizontal als auch vertikal flexibel ist. Beim Eindrücken der Torabdichtung bewege sich der Vorderrahmen leicht nach oben, wodurch Beschädigungen am Gebäude und Tor vermieden werden könnten. Für das Ableiten von Regenwasser ist der Kopfteil nach vorne geneigt, wodurch das Wasser zur Vorderkante hin abgeleitet wird, so die Angaben.

Die 14 Laderampen sind laut Hörmann mit hydraulischen Ladebrücken vom Typ „HRT“ bestückt und bilden zusammen mit den Seitenteilen die Unterkonstruktion der Vorsatzschleusen. Die drei Meter langen Ladebrücken können die Höhendifferenz zwischen Laderampe und den unterschiedlichsten Lkw-Ladeflächen ausgleichen. Zusätzlich verfügen sie über eine 50 Zentimeter lange Vorschublippe, die über separate Bedientasten ein- und ausgefahren und so exakt und kontrolliert auf der Ladefläche platziert werden kann, so die Angaben in der Pressemeldung. Markierungen im Vorschub zeigen demnach die minimale und maximale Auflagetiefe der Brücken an. Das stufenlos und Zentimeter genaue Ausfahren des Vorschubs ermögliche es, auch voll beladene Lkw einfach und sicher zu entladen. So können laut Mitteilung auch Paletten verladen werden, die am Ende der Fahrzeug-Ladefläche stehen und dadurch nur eine geringe Vorschubauflage ermöglichen.

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