Logistikimmobilien: In Höchst entsteht ein neues Gefahrstofflager

Infraserv investiert rund 35 Millionen Euro in das Lagergebäude.

Gemeinsam nehmen Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt (2. v. li.), Jürgen Vormann, Geschäftsführer von Infraserv Höchst (2. v. re.), sowie Dr. Klaus Alberti (rechts) und Dr. Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer Infraserv Logistics, den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Gefahrstofflager im Industriepark Höchst vor. (Foto: Infraserv Höchst)
Gemeinsam nehmen Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt (2. v. li.), Jürgen Vormann, Geschäftsführer von Infraserv Höchst (2. v. re.), sowie Dr. Klaus Alberti (rechts) und Dr. Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer Infraserv Logistics, den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Gefahrstofflager im Industriepark Höchst vor. (Foto: Infraserv Höchst)
Melanie Wack

Im Industriepark Höchst hat der Bau eines neuen Gefahrstofflagers begonnen, wie Infraserv Logistics am 23. April bekannt gegeben hat. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben der Mitteilung zufolge Stadtrat Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt, Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, sowie Dr. Andreas Brockmeyer und Dr. Klaus Alberti, Geschäftsführer der Infraserv Logistics GmbH, am Freitag, den 23. April, das Projekt auf den Weg gebracht. Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, investiert laut Mitteilung 34,9 Millionen Euro in das Lagergebäude, das im Südteil des Standortes errichtet wird.

„Frankfurt ist stolz auf den Industriepark Höchst und auf das, was hier am Standort geleistet wird“, sagte Stadtrat Frank bei der Vorstellung des Projektes. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation erfolgte die Präsentation im Rahmen einer Onlineveranstaltung, im Anschluss fand ein Fototermin an der Baustelle statt. „Der Industriepark Höchst trägt ganz wesentlich zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Frankfurt bei, mit den vielen Arbeitsplätzen für hochqualifizierte Fachkräfte, den Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen und den Zukunftstechnologien, die am Standort weiterentwickelt werden.“ Von großer Bedeutung seien auch die enormen Investitionen, die im Industriepark getätigt werden. „Als Wirtschaftsdezernent freue ich mich natürlich sehr, dass sich der Industriepark so positiv entwickelt. Und da ich auch für das Thema Sicherheit verantwortlich bin, ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, dass das neue Lagergebäude höchsten Sicherheitsstandards entsprechen wird.“

Wichtiger Bestandteil der logistischen Infrastruktur

„Ein großer dynamischer Standort wie der Industriepark Höchst braucht ein leistungsfähiges Gefahrstofflager“, so Vormann von Infraserv Höchst. „Ganz wichtig ist bei diesem Projekt, dass wir signifikant in Digitalisierung, modernste Sicherheits- und Steuerungstechnologie investieren und die Effizienz unserer Prozesse steigern können.“  

Aus seiner Sicht ist der Lagerneubau ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Standortes, durch den auch die Wettbewerbsposition von Infraserv Logistics nachhaltig gestärkt wird.

Chancen für Digitalisierung

Betrieben werde das neue Gefahrstofflager von der Infraserv Logistics GmbH: Die hundertprozentige Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst erbringt laut Pressemeldung im Industriepark und an drei weiteren Standorten Logistik-Services für Kunden, die überwiegend aus der Chemie-, Pharma- und Healthcare-Branche kommen. Mit dem Lagerneubau seien erhebliche Chancen für eine noch weiterreichende Digitalisierung von Prozessen verbunden.

„Das neue Lager wird technologisch auf dem neuesten Stand sein und uns die Möglichkeit eröffnen, die Schnittstellen zu den Kunden beziehungsweise die Prozesse zwischen Produktion, Lager und Distribution noch transparenter, kundenorientierter, effizienter und wettbewerbsfähiger zu gestalten“, sagt Alberti, der gemeinsam mit Brockmeyer Geschäftsführer der Infraserv Logistics GmbH ist. Brockmeyer sieht einen wachsenden Bedarf an breit konzessionierten Gefahrgutlagerflächen im Rhein-Main-Gebiet: „Der Industriepark Höchst ist mit der vorhandenen Sicherheits-Infrastruktur und der zentralen Lage ein optimaler Standort für ein solches Lager. Mit den Möglichkeiten, die uns der Neubau bietet, und unserem breiten Servicespektrum sind wir als Unternehmen im Wettbewerb für die Zukunft hervorragend aufgestellt.“

Inbetriebnahme in einem Jahr

220 Meter lang, 75 Meter breit, 15 Meter hoch – das sind die geplanten Maße des neuen Lagers, das auf einer Grundfläche von 16.500 Quadratmetern insgesamt rund 21.500 Palettenlagerplätze bieten wird und nach nur einem Jahr Bauzeit das Gefahrstofflager in Betrieb genommen werden soll, so die Angaben in der Pressemeldung. Der Neubau ersetzt und erweitert demnach die bestehenden Gefahrstofflager-Kapazitäten am Standort. Durch kurze Wege und ein gleichzeitig für alle Lagerstandorte von Infraserv Logistics einzuführendes neues Lagerverwaltungsprogramm werde das neue Gefahrstofflager einen hocheffizienteren und wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen.

Der Neubau wird laut Mitteilung in neun Brandabschnitte unterteilt, von denen vier speziell für temperaturgeführte Lagerung von Chemie-, Pharma- und Health Care-Produkten vorgesehen sind. Hier können demnach zukünftig Gefahrstoffe oder pharmazeutische Produkte im Temperaturbereich von zwei bis acht Grad Celsius beziehungsweise im Bereich zwischen 15 und 25 Grad Celsius gelagert werden. Die Genehmigung für den Neubau im Industriepark Höchst erstreckt sich Infraserv zufolge auf ein sehr breites Spektrum von Gefahrstoffen (Lagerklasse 2 – 6, 8 – 13 mit WGK 1 -3). 

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