Logistikimmobilien: Hansa-Flex investiert in Standorterweiterung

Fortna | Pierau hat eine „Unternehmenszentrale der Superlative“ realisiert.

Im Oktober 2020 startete die Hansa-Flex AG mit dem Großprojekt in Bremen. (Foto: Hansa-Flex AG)
Im Oktober 2020 startete die Hansa-Flex AG mit dem Großprojekt in Bremen. (Foto: Hansa-Flex AG)
Melanie Wack

Ein vollautomatisches Paletten-Hochregallager, eine zentralisierte Produktion und neue Verwaltungsflächen – mit einem zukunftsweisenden Bauprojekt realisiert die Hansa-Flex AG, ein Systemanbieter für Fluidtechnik, ihre neue weltweite Unternehmenszentrale in Bremen. Fortna | Pierau hat einer unlängst erschienen Pressemitteilung zufolge den Auftrag zur Planung und Realisierung der Logistik erhalten. Zur effizienten Lagerung von Schlauchware habe das Hamburger Beraterteam ein automatisches Paletten-Hochregallager und dessen Anbindung an die Serienfertigung implementiert. Damit bündelt die Unternehmensgruppe nun ihre Kapazitäten für Fertigung, Großteilelagerung und das Kitting, das Zusammenfügen der Einzelteile zum fertigen Produktpaket, unter einem Dach. Mit der aktuellen Erweiterung setzt die Hansa-Flex AG laut Mitteilung ein klares Zeichen hinsichtlich Standortsicherung und Wettbewerbsfähigkeit.

Großprojekt umgesetzt

Im Oktober 2020 startete die Hansa-Flex AG mit ihrem Großprojekt auf dem unternehmenseigenen 18.000 Quadratmeter großen Grundstück in der Von-Thünen-Straße. Das dort vorhandene Verwaltungsgebäude blieb der Mitteilung zufolge erhalten und auch während der Baumaßnahmen durchgehend im Betrieb. Ergänzt wurde es um ein neues sechsgeschossiges Verwaltungsgebäude, ein Hochregallager und eine Logistik- und Produktionshalle.

„Unsere interne Planung begann deutlich früher und ist Teil unserer langfristigen Unternehmensstrategie“, erklärt Edwin Maringka, Projektleiter Hansa-Flex AG. „Bereits 2019 hatten wir zusammen mit allen Beteiligten ein Konzept zur Konsolidierung der Bereiche Logistik, Verwaltung und Produktion in der Von-Thünen-Straße ausgearbeitet.“ Christine Linz, Projektleiterin Logistik Hansa-Flex AG, ergänzt: „Als die Corona-Pandemie ausbrach, entschieden wir, das Projekt trotzdem weiterzuführen und für Mitarbeiter und Kunden ein Zeichen der Beständigkeit zu setzen. Deshalb haben wir mitten in der ersten Welle der Krise mit der Unterstützung des Fortna | Pierau Teams um Projektleiter Jan-Hendrik Plumhoff die neuen Lager- und Logistiksysteme ausgeschrieben und vergeben.“

Ein goldrichtiger Entschluss zum richtigen Zeitpunkt, denn die Marktpreise der Lieferanten passten sich rasant der sinkenden Rohstoffverfügbarkeit sowie dem Erweiterungs- und Modernisierungsbedarf der Branche an, heißt es in der Mitteilung.

Unternehmenszentrale der Superlative

Die Mietverträge des Produktionsstandorts in Bremen werde Hansa-Flex AG nicht weiter verlängern, sobald die erfolgreiche Inbetriebnahme von Produktion, Lagerung und Logistik im neuen Gebäudekomplex erfolgt ist. Auf einer Gesamtfläche von über 40.000 Quadratmetern bildet dieser künftig zusammen mit dem nahegelegenen weiteren Bestandsgebäude, in dem die Kleinteileabwicklung mit AKL verbleibt, die weltweite Unternehmenszentrale der Hansa-Flex AG.

Das aktuelle Bauprojekt vereint laut Mitteilung zwei Superlative. Es ist nicht nur das größte Bauvorhaben der Unternehmensgeschichte für Hansa-Flex AG, auch das im Bau befindliche automatische Paletten-Hochregallager für die doppelttiefe Lagerung von Schlauchware ist das für das Unternehmen größte seiner Art, so die Angaben in der Pressemitteilung. Die Eckdaten: vier Gassen, rund 30 Meter Höhe, eine Grundfläche von rund 2.800 Quadratmeter und insgesamt fast 18.000 Palettenstellplätze.

„Hervorzuheben ist vor allem, dass wir die Lagerung für Industrie- und Europaletten in einem System vereinen. Insbesondere bei der Auslegung der Regalbediengeräte sowie bei der Paletten-Fördertechnik musste dies berücksichtigt werden“, sagt Projektleiter Plumhoff. „Die Paletten haben eine Maximalkapazität für Gewichte von bis zu einer Tonne.“

Wachstum eingeplant

Der stetigen Unternehmensentwicklung von Hansa-Flex wurde auch bei der Planung der neuen Lagertechnik Rechnung getragen. Eine Kapazitätserweiterung des HRL könne durch eine Erweiterung der Fördertechnik-Vorzone im Obergeschoss bei Bedarf realisiert werden. Im Kommissionierbereich werden die Mitarbeiter zukünftig optimal unterstützt: Scherenhubtische und ein oberhalb der Arbeitsplätze montiertes Hebesystem sorgen für ergonomisches Arbeiten in Griffhöhe und erleichtern das Handling der schweren Warenstücke.

„Die Investition in unsere Standorterweiterung ist ein klares Bekenntnis zu unseren Mitarbeitern und zur Region“, betont Hansa-Flex-Geschäftsführer Uwe Buschmann. „Wir tragen eine soziale Verantwortung, die zeitlich unabhängig ist, und der wir nicht zuletzt auch dadurch gerecht werden, dass wir Strukturen schaffen, die uns zukünftig wettbewerbsfähig machen.“

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