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Logistikimmobilien: Goldbeck und ILB Logistik feiern Stützenfest

Im Multi-User-Warehouse in Emsbüren sollen 30.000 Quadratmeter Lagerfläche entstehen.

Beim Stützenfest: Bürgermeister Bernhard Overberg, Bauher Rolf Knebelkamp und Goldbeck-Projektleiter Henning Güttler (von links). (Foto: Goldbeck / Carsten Hinnah)
Beim Stützenfest: Bürgermeister Bernhard Overberg, Bauher Rolf Knebelkamp und Goldbeck-Projektleiter Henning Güttler (von links). (Foto: Goldbeck / Carsten Hinnah)
Melanie Endres

Die ersten tragenden Elemente stehen: Als weithin sichtbarer Meilenstein im Baufortschritt wurden jetzt die ersten Betonstützen zum Hallenkomplex der ILB Logistik GmbH am Schüttorfer Kreuz aufgerichtet und verankert. Wie die Goldbeck GmbH kürzlich vermeldet hat, wurde dies traditionell mit einem Stützenfest gefeiert, das in Zeiten von Corona laut Eigenangaben etwas verhaltener ausfiel als sonst. Die Goldbeck-Niederlassung Münster realisiert der Pressemitteilung zufolge an der Autobahnausfahrt Emsbüren im Auftrag der ILB Logistik GmbH aus Rheine ein Multi-User-Warehouse für die Lagerlogistik.

Die insgesamt 30.000 Quadratmeter Nutzfläche werden sich auf drei baulich getrennte Hallenabschnitten für jeweils unterschiedliche Logistikdienstleistungen sowie einen integrierten Bürotrakt verteilen. Hinzu komme ein separates Verwaltungsgebäude. Baubeginn war bereits Ende April. Seitdem wurde laut Angaben bereits in der Tiefbauphase in die Höhe gebaut.

Entwässerung auf dem Gelände

„Wir bewerkstelligen die komplette Entwässerung der Niederschläge auf dem Gelände und nehmen die öffentliche Infrastruktur damit nicht in Anspruch“, erklärt Henning Güttler, Leiter Projektmanagement bei Goldbeck Münster.

Hierzu wurde das Baugrundstück laut Goldbeck um einen Meter angehoben. Mit rund 40.000 Kubikmeter Füllsand wurde der Baugrund aufgeschüttet, um den nötigen Niveauunterschied vzwischen Hallensohle und dem höchstmöglichen Grundwasserstand zu erreichen. Hierauf wurde die Tragschicht für die Hallensohle gebildet, so die Pressemitteilung. Für die Tragschicht wurde Recyclingmaterial aus dem Abbruch der General-Wever-Kaserne in Rheine verwendet.

„Neben der Wiederverwertung von Baustoffen bedeutet das CO2-Einsparung durch kurze Wege“, so Güttler.

Große Wassermengen

Über zwei große Rückhaltebecken, die auf dem Grundstück geschaffen werden, soll das von den Hallendächern abgeleitete Regenwasser nach und nach im Boden versickern:

„Bei einer Dachfläche von mehr als sechs Fußballfeldern plus 8.000 Quadratmeter befestigter Außenfläche kommen hier enorme Wassermengen zusammen, die kontrolliert ins Erdreich versickern“, sagt Güttler.

Bedarf für Lagerlogistik

Unter dieser Dachfläche entstehen auf jeweils 10.000 Quadratmetern drei unterschiedlich ausgerichtete Logistikflächen. Halle 1 und 2 sollen der individuellen Logistik für Kunden unterschiedlichster Größe dienen, bestehend aus Hochregal- und Blocklagerung. Abschnitt 3 werde speziell für die Abwicklung von Textilien mit einem Hängetaschensorter ausgestattet, der die automatische Sortierung der Bekleidung anhand von Barcodes ermöglichen soll. Über eine Betondecke, die auf den jetzt errichteten Stützen aufgelagert wird, erhält diese Halle ein Zwischengeschoss mit Büroräumen, so die Goldbeck-Angaben.

Für Euro Time Logistik

Den Großteil der Flächen wird ILB innerhalb des Unternehmensverbundes an die Bentheimer Euro Time Logistik Center GmbH vermieten. Geschäftsführer von Euro Time und Bauherr Rolf Knebelkamp will mit dem Logistikcenter vor allem Kapazitäten für den Onlinehandel schaffen. Der Bedarf hierfür sei vor der Coronakrise schon groß gewesen und durch die Auswirkungen der Pandemie sogar noch gewachsen:

„Die Containerhäfen und Textillager sind durch den wochenlangen Shutdown randvoll, das spielt der Lagerlogistik trotz Rezession in die Karten“, erklärt Knebelkamp.

150 neue Arbeitsplätze

Die 150 Arbeitsplätze, die in Emsbüren neu entstehen, sind damit durchaus krisenfest. Entsprechend zeitnah möchte Knebelkamp den Hallenkomplex in Betrieb nehmen. Nach Eigenangaben liegt Goldbeck im eng getakteten Zeitplan. Bereits Mitte Oktober soll der zweite Hallenabschnitt mit Hochregalen ausgestattet werden. Zum Weihnachtsgeschäft soll der Logistikkomplex seinen Betrieb aufnehmen.

Bewährte Bauweise

Damit das Projekt im Zeitplan bleibt, setzt Goldbeck laut eigenen Angaben auf die bewährte Systembauweise sowie bei nachgelagerten Gewerken wie Maler-, Fliesenarbeiten und Außenanlagen auf regionale Nachunternehmer. Aktuell führe ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus Altenberge die Außenanlagen aus. Für den Innenausbau, der demnächst vergeben wird, wurden Betriebe aus Emsbüren und Rheine angefragt.

Die Meldung wurde am 16. Juni auf diese Version aktualisiert.

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