Logistikimmobilien: Garbe Industrial Real Estate kauft Brownfield in Salzgitter

Der Logistikimmobilienentwickler Garbe Industrial Real Estate GmbH hat in Salzgitter eine 51.000 Quadratmeter große Industriebrache von Alstom übernommen.

Die Inbetriebnahme der geplanten Logistikimmobilie in Salzgitter ist für das dritte Quartal 2024 vorgesehen. (Bild: Garbe Industrial Real Estate)
Die Inbetriebnahme der geplanten Logistikimmobilie in Salzgitter ist für das dritte Quartal 2024 vorgesehen. (Bild: Garbe Industrial Real Estate)
Matthias Pieringer

Die Garbe Industrial Real Estate GmbH hat in Salzgitter, südlich des Städtedreiecks Hannover, Wolfsburg und Braunschweig, eine Industriebrache erworben. Nach einer umfassenden Sanierung des Grundstücks solle auf der 51.000 Quadratmeter großen Fläche ein hochwertiger und nachhaltiger Neubau für die Lagerung und den Umschlag von Industriegütern entstehen, teilte der Logistikimmobilienentwickler Ende August mit. Die Inbetriebnahme der Logistikimmobilie ist für das dritte Quartal 2024 vorgesehen. Rund 43 Millionen Euro investiert Garbe Industrial Real Estate in das Konversionsprojekt.

Das Grundstück hat der Hamburger Projektentwickler von Alstom übernommen. Das Geschäft kam laut Garbe durch die gute Zusammenarbeit beider Unternehmen zustande. Für den Schienenfahrzeughersteller hatte Garbe Industrial Real Estate bereits 2014 auf dessen Werksgelände in Salzgitter eine 30.000 Quadratmeter große Logistikimmobilie realisiert. Die jetzt erworbene Fläche liegt in unmittelbarer Nähe.

Erfahrung im Umgang mit Brownfields

Vor dem Baubeginn muss das Grundstück von Altlasten befreit werden. Der möglicherweise kontaminierte Boden wird laut dem Entwickler fein säuberlich abgetragen und fachgerecht entsorgt. Anschließend wird eine Ausgleichsschicht aufgebracht und deren Oberfläche vollständig versiegelt. „Dabei bringen wir unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit sogenannten Brownfields ein“, sagte Adrian Zellner, Mitglied der Geschäftsleitung von Garbe Industrial Real Estate. „Mit der Revitalisierung dieser seit Jahren brachliegenden Fläche werten wir den Boden enorm auf, heben bislang ungenutzte Grundstücksreserven ohne Flächenversieglung wertvoller Grünflächen und schaffen so bedeutende Ansiedlungspotenziale.“

Den aufwendigen Konversionsprozess schließt der Bau einer modernen Logistikimmobilie mit einer Gesamtfläche von 32.000 Quadratmetern in drei Brandabschnitten ab. Zum Schutz wird Garbe zufolge unter der Bodenplatte eine Folie eingezogen, so dass auch wassergefährdende Stoffe gelagert werden können. Zur Be- und Entladung von Lkw sind mindestens 28 Überladebrücken und drei ebenerdige Sektionaltore vorgesehen. Auf dem Außengelände sollen 140 Pkw- und sechs Lkw-Stellplätze entstehen. Sie werden zum Teil mit E-Ladesäulen vorgerüstet.

Photovoltaikanlage für Dachfläche

Um regenerative Energie zu gewinnen, wird auf der gesamten Dachfläche eine Photovoltaikanlage installiert. Auf dem Grundstück sind mehrere Grünflächen vorgesehen. Zudem wird bei der Versorgung der Logistikimmobilie darauf verzichtet, fossile Brennstoffe zu nutzen. Dies entspricht den Angaben zufolge ganz der Unternehmensstrategie von Garbe, Projektentwicklungen unter Beachtung aller ESG-Kriterien stets mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch zu realisieren. Garbe Industrial Real Estate strebe für die Immobilie daher auch eine Zertifizierung mindestens nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an, hieß es.

Erste Gespräche mit potenziellen Nutzern des Logistikzentrums laufen dem Entwickler zufolge bereits. Mit einer Vermietung rechnet Garbe Industrial Real Estate noch während der Bauzeit.

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