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Logistikimmobilien: Europäische Märkte 2017 in guter Verfassung

BNP Paribas Real Estate analysierte Flächenumsätze und Transaktionsvolumen./aktualisiert
Europäische Logistikimmobilien: Der Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate verzeichnete für 2017 in der Gesamtbetrachtung sowohl beim Flächenumsatz als auch beim Transaktionsvolumen eine positive Marktentwicklung. (Foto: apfelweile/Fotolia)
Europäische Logistikimmobilien: Der Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate verzeichnete für 2017 in der Gesamtbetrachtung sowohl beim Flächenumsatz als auch beim Transaktionsvolumen eine positive Marktentwicklung. (Foto: apfelweile/Fotolia)
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Matthias Pieringer

Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in fast allen Teilen Europas macht sich laut BNP Paribas Real Estate auf den Logistikmärkten bemerkbar: In den 21 regelmäßig von dem Immobiliendienstleister analysierten Städten hat der Flächenumsatz im Segment über 5.000 Quadratmeter im Vorjahresvergleich um neun Prozent zugelegt. Bei einem höheren Angebot, insbesondere im Marktsegment großer, moderner Neubauflächen, wäre das Resultat, wie BNP Paribas Real Estate kürzlich meldete, „mit großer Wahrscheinlichkeit aber noch höher ausgefallen“.

In den Niederlanden hat sich der Flächenumsatz den Angaben zufolge mit einem Plus von 117 Prozent im Vergleich zu 2016 sogar mehr als verdoppelt. Auch in Spanien wurde BNP Paribas Real Estate zufolge ein neues Allzeithoch mit einer Umsatz-Verdoppelung verzeichnet, wozu vor allem die dynamische Entwicklung in Madrid beigetragen habe. Mit mehr als vier Millionen Quadratmeter profitierte auch der französische Logistikmarkt vom Konjunkturaufschwung und stellte „eine neue historische Bestmarke“ auf, so der Immobiliendienstleister.

Für Großbritannien und Deutschland verzeichnete BNP Paribas Real Estate für 2017 jedoch einen Rückgang bei der Nachfrage nach Logistikflächen – im Vergleich „zu den außergewöhnlich guten Werten im Jahr 2016“ bedeutet dies minus 24 Prozent in Großbritannien und minus neun Prozent in Deutschland. In Großbritannien sei diese Entwicklung teilweise auch auf zurückgestellte Expansionspläne aufgrund der Unsicherheit bezüglich der weiteren politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zurückzuführen. In Deutschland komme dagegen dem mangelnden Angebot eine entscheidende Rolle zu, so der Immobiliendienstleister. Die Nachfrage sei hier erneut sehr groß gewesen, „was auch die hohen Umsätze im letzten Quartal (vor allem in Berlin, Frankfurt und dem Ruhrgebiet) unter Beweis gestellt haben.“

Logistikimmobilien bei Investoren gefragt

Logistikobjekte in Europa sind nach Mitteilung von BNP Paribas RealEstate „nach wie vor sehr beliebt bei Investoren“. Die Veräußerung großer Portfolios und der Abschluss von Corporate-Deals, wie beispielsweise der pan-europäischen Logicor-Plattform in Höhe von mehr als zwölf Milliarden Euro, hätten zu einem „herausragenden Ergebnis“ von 40 Milliarden Euro geführt, was einen Zuwachs von 62 Prozent gegenüber 2016 bedeutet.

„Im Jahr 2017 wurden höhere Investitionsvolumina als je zuvor verzeichnet. Dies ist vor allem auf einige große Corporate-Deals und neue Marktakteure – unter anderem aus Asien – zurückzuführen“, sagte Logan Smith, Head of Logistics Investment for Europe bei BNP Paribas Real Estate. „Das große Interesse einer breiten Käuferpalette spiegelt sich auch in den Renditen wider, die fast überall weiter nachgegeben haben. Der Logistikmarkt hat sich als wichtige Assetklasse etabliert und stellt eine echte Alternative zu Büro- oder Einzelhandel-Investments dar. Bemerkenswert ist vor allem, dass nahezu alle Investorentypen, unabhängig von Risikoprofil und Anlagestrategie, Logistikobjekte auf dem Einkaufszettel haben.”

Mit 9,2 Milliarden Euro wurde 2017 auf dem deutschen Logistikinvestmentmarkt den Angaben zufolge „nicht nur ein neuer Rekord aufgestellt, sondern der bisherige Bestwert auch fast verdoppelt“. Die bereits in den beiden Vorjahren spürbar gesunkenen Spitzenrenditen hätten auch 2017 weiter nachgegeben und lägen an den großen Standorten mittlerweile bei 4,50 Prozent.

Auch in den Niederlanden hat sich laut dem Immobiliendienstleister das Transaktionsvolumen 2017 fast verdoppelt und trägt rund 17 Prozent zum gesamten gewerblichen Investmentumsatz bei. Auch in Frankreich hätten Portfolios zum großen Umsatzplus (plus 47 Prozent) beigetragen. Allerdings sei hier auch im Segment der Einzeldeals eine ausgeprägte Dynamik zu beobachten. Auf eine erfreuliche Entwicklung können, so BNP Paribas Real Estate, „auch die Logistikmärkte in Großbritannien zurückblicken, wo das Transaktionsvolumen trotz der politischen Unsicherheiten um 78 Prozent zugelegt hat.“

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