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Logistikimmobilien: E-Commerce braucht Fläche

Analysen zeigen wachsende Bedeutung des Onlinehandels.
(Foto: Fotolia.com/ vege)
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Matthias Pieringer

Prologis, Inc., Entwickler von Logistikimmobilien, hat eine Analyse veröffentlicht, die sich mit der Zunahme des E-Commerce in Europa und dessen Einfluss auf die Wirtschaft beschäftigt. Die Analyse mit dem Titel „European E-Commerce, E-Fulfillment and Job Creation“ beleuchtet E-Fulfillment-Strategien und Standortpräferenzen der Kunden, ermittelt durch eine Untersuchung individueller Mietverträge.

Der wachsende E-Commerce benötigte der Untersuchung zufolge in den vergangenen drei Jahren fünf Millionen Quadratmeter neue E-Fulfillment-Fläche und führte zu einem starken Beschäftigungswachstum in den entscheidenden Logistik-Regionen. Damit verknüpfte Bereiche wie die Logistikimmobilien-Branche, die das Rückgrat des E-Commerce darstellen, würden weiterhin von dieser Entwicklung profitieren, teilte Prologis am 14. Oktober 2015 gegenüber der Presse mit.

Die Analyse zeigt auch, dass für jede Milliarde Euro E-Commerce-Umsatz 77.000 Quadratmeter Logistikfläche benötigt werden, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Als mögliche Auswirkungen nannte Prologis:

  • Beschäftigungswachstum: 200.000 neue Arbeitsplätze könnten in den nächsten fünf Jahren entstehen, um den Bedarf in neu errichteten Logistikimmobilien zu decken.
  • Multiplikator-Effekt: Die E-Commerce-Branche werde in den nächsten fünf Jahren weitere 15 Millionen Quadratmeter Logistikfläche benötigen, da der Onlinehandel und das Transportvolumen weiterhin signifikant steigen würden.
  • Standort: Die größten E-Commerce-Märkte Europas wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie die vielversprechenden Märkte wie Polen, Tschechien und die Niederlande seien die derzeitigen Hotspots.

Deutschland:Jährliches Neubauvolumen von 600.000 Quadratmeter

Auch die Studie „Logistikimmobilien – Markt und Standorte 2015“, die die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS Anfang Oktober auf der Fachmesse EXPO REAL in München vorstellte, beschäftigt sich mit den Auswirkungen des E-Commerce: Der Onlinehandel hat demzufolge seit 2008 einen Anteil von 14 Prozent an den Logistikneubauten in Deutschland. Der größte Anteil an den Logistikflächen entfällt der Untersuchung zufolge dabei auf die Distributionszentren der KEP-Dienstleister (42 Prozent). Wie Uwe Veres-Homm, Leiter Markt, Fraunhofer SCS, anlässlich der Studienpräsentation deutlich machte, sei künftig für die E-Commerce-Logistik in Deutschland mit einem jährlichen Neubauvolumen von rund 600.000 Quadratmeter zu rechnen – Tendenz steigend.

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