Logistikimmobilien: Ausländischer Investitionsanteil verdreifacht

Bulwiengesa veröffentlicht Langzeitanalyse zu Logistikimmobilien.
Die Studie von Bulwiengesa beleuchtet den deutschen Logistikimmobilienmarkt von 2010 bis 2015. (Grafik: Bulwiengesa)
Die Studie von Bulwiengesa beleuchtet den deutschen Logistikimmobilienmarkt von 2010 bis 2015. (Grafik: Bulwiengesa)
Sandra Lehmann

Der Logistikimmobilienmarkt wächst und erfreut sich insbesondere bei ausländischen Investoren immer größerer Beliebtheit. Das belegt die aktuelle Studie „Logistik und Immobilien 2015“ des Beratungsunternehmens Bulwiengesa AG, Berlin, die im Umfeld des 32. Deutschen Logistik-Kongresses am 28. Oktober 2015 vorgestellt wurde. Die Analyse beleuchtet im Zeitraum von 2010 bis 2015 die Anlagenklasse Logistikimmobilien aus verschiedenen Perspektiven und definiert 28 Logistikregionen nach ihrer Marktattraktivität.

Anteil ausländischer Investoren auf 68 Prozent gestiegen

Demnach ist der Anteil ausländischer Investoren auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt von 27 Prozent im Jahr 2010 auf 68 Prozent in 2014 gestiegen. Das entspricht fast einer Verdreifachung des Investmentanteils, der vorwiegend aus anderen europäischen Ländern und Nordamerika stammt.

Hamburg Spitzenreiter

Besonders attraktiv erscheinen laut der Studie die Regionen Hamburg, Berlin und Halle/Leipzig, die die ersten drei Plätze des Regionenrankings einnehmen. Insgesamt ist die Bandbreite an interessanten Logistikregionen jedoch sehr viel breiter, wie die Analyse zeigt. So seien die ersten fünf Plätze der Rangliste mit Noten zwischen 2,17 und 2,29 bewertet worden. Die erste drei vor dem Komma sei erst auf Platz 14 zu finden.

Handelslogistiker bauen selbst

Die gestiegene Marktattraktivität der verschiedenen Regionen zeigt sich laut Studie auch in den wachsenden Bauaktivitäten im Bereich der Logistikimmobilien. So seien in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 19 Millionen Quadratmeter neue Logistikfläche entstanden. Vier von zehn Quadratmetern Fläche wurden dabei laut Studie von Immobilienentwicklern fertiggestellt, was den Trend zu Mietlösungen fördere. Einzig Handelslogistiker bauen, so das Autorenteam, weiterhin vorwiegend für den eigenen Bedarf. So stünde im entsprechenden Ranking die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, auf Platz zwei, gefolgt von der Edeka- und der Rewe-Gruppe.

Fast acht Milliarden Euro Investitionen

Insgesamt seien in der Assetklasse der Logistikimmobilien in Deutschland seit 2010 7,7 Milliarden Euro investiert worden, wobei die Investments pro Immobilie von durchschnittlich 9,8 Millionen Euro bis zu 100 Millionen Euro reichten.

Bulwiengesa hat die Studie nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Goodman, dem Generalunternehmer Bremer, dem Berater Savills und dem Kreditinstitut Berlin Hyp AG erstellt. Die Analyse soll der Auftakt zu einer jährlich erscheinenden Studienreihe zum Thema Logistikimmobilien sein.

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