Thilo Jörgl

Der deutsche Logistikmotor läuft Ende dieses Jahres auf Hochtouren. Dies geht aus dem Verlauf des Logistik-Indikators hervor, den das Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) berechnet. Der in der Novembererhebung im vierten Quartal gemessene Klimawert legt um sieben Zähler auf 154,6 Punkte zu und reicht den Experten zufolge knapp an die bislang gemessenen Spitzenwerte aus der ersten Jahreshälfte 2007 heran.

Das Vorkrisenniveau aus der ersten Jahreshälfte 2008 ist damit wieder überschritten. Hierzu trägt vor allem die hervorragende Lagebeurteilung bei: Mit 160,8 Punkten – das entspricht einem Plus von gut 15 Zählern– setzt sich die kräftige Aufwärtsentwicklung aus den Vorquartalen fort und erreicht den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006.

Demgegenüber gaben die Erwartungen um 1,7 auf 148,4 Punkte geringfügig nach. Das Problem für die Branche: der größer werdende Fachkräftemangel. Für rund die Hälfte der Befragten stellt die Knappheit an Arbeitskräften wieder ein Problem dar. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt haben mit der Herausforderung lediglich vier von zehn Firmen zu kämpfen.