Logistikdienstleistung: Transco übernimmt Mainsped

Die Transco-Gruppe führt ihren Expansionskurs fort.

 

Die Transco-Gruppe hat das Transportunternehmen Mainsped Banse gekauft. (Foto: Mainsped)
Die Transco-Gruppe hat das Transportunternehmen Mainsped Banse gekauft. (Foto: Mainsped)
Matthias Pieringer
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Die mittelständische Transco-Gruppe mit operativem Hauptsitz in Singen hat die rund 100 Beschäftigte zählende Mainsped Banse mit Sitz in Rüsselsheim übernommen. Dies teilte Transco am 4. Juni mit. Der Kauf erfolgte den Angaben zufolge in Form eines Asset Deals durch die Holdinggesellschaft Transco Suisse AG. Das übernommene Unternehmen werde als Transco Mainsped weitergeführt, so die Mitteilung. Zusätzlich zu den Beschäftigten übernimmt die neue Gesellschaft das rollende Material, darunter mehr als 100 Trailer. Das bisherige Mainsped-Management aus Ralf Ossenbühl und Thomas Banse hält an dem neuen Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung. Ossenbühl führt die Geschäfte des Unternehmens, Banse ist Prokurist.

Größter Zukauf der Unternehmensgeschichte

Bislang setzte die Transco-Gruppe ihre Expansionsstrategie hauptsächlich über die Gründung neuer Tochtergesellschaften um und kaufte nur in Ausnahmefällen kleinere Betriebe auf. Die Akquisition der Mainsped sei der größte Unternehmenskauf der Firmengeschichte, erklärt die Transco-Gruppe. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Sowohl Transco als auch Mainsped haben sich als Speditions- und Logistikunternehmen auf Branchenlösungen aus Transporten und Lagerlogistik spezialisiert. Große Überschneidungen gibt es bei den Kundengruppen. Beide Unternehmen sind für Automobilzulieferer und die Automobilindustrie sowie für die Chemie- und Pharmaindustrie tätig.

 

Schwerpunkt auf dem Teil- und Ganzladungsbereich

Im Transportbereich setzen sie den Schwerpunkt auf den Teil- und Ganzladungsbereich, bevorzugt per Bahn. Eine der Hauptverkehrsrichtungen ist in beiden Firmen der Kombinierte Verkehr nach Italien. Im Großraum Mailand unterhalten beide Unternehmen Niederlassungen respektive Tochtergesellschaften, die nach der Übernahme zusammengelegt werden sollen. Darüber hinaus unterhält Mainsped Bahn-Verbindungen nach Spanien und betreibt in Barcelona eine Niederlassung. Die spanische Niederlassung wird nach der Übernahme bestehen bleiben.

 „Wir sind uns in vielem ähnlich und sprechen dieselbe Sprache“, erklärt Christian Bücheler, geschäftsführender Gesellschafter der Transco. „Diese Ausrichtung war ein wesentlicher Grund für die Übernahme.“

Bücheler versteht die Übernahme der Mainsped als Teil der Zukunftssicherung für das Unternehmen und seiner Arbeitsplätze. Als Teil der Transco-Gruppe soll die Transco Mainsped von Verbundvorteilen profitieren können.

„Unter unserem Dach bleibt die neue Gesellschaft investitionsfähig und damit in der Lage, den Kunden qualifizierte Dienstleistungen zu erbringen“, sagt Bücheler.

Ebenfalls ein wichtiger Beweggrund für die Übernahme war der Sitz der Mainsped in Rüsselsheim. Die Opel-Stadt liegt auf halber Strecke zwischen dem Transco-Hauptsitz in Singen und der bedeutenden Transco-Niederlassung in Neuss und wird so eine Funktion als Drehscheibe für Waren und Verkehre erhalten. Bücheler erklärt:

„Wir erschließen uns über die neue Tochtergesellschaft nicht nur Spanien als Ziel der Bahnverkehre. Was viel wichtiger ist: Über die Transco Mainsped erhalten wir Zugang zum wirtschaftlich hochinteressanten Rhein-Main-Gebiet.“

Printer Friendly, PDF & Email