Werbung
Werbung
Werbung

Logistikdienstleistung: Nordfrost steigt ins Fährgeschäft ein

Nordfrost will möglichst noch 2019 Wilhelmshaven und Skandinavien verbinden.

Der private Hafenbetrieb von Nordfrost im Inneren Hafen von Wilhelmshaven: Auf einer Fläche von sieben Hektar bietet dieser dem Logistikdienstleister zufolge die Voraussetzungen zum Aufbau eines Fährgeschäftes. Der Logistiker richtet im ersten Schritt eine Linie von Wilhelmshaven nach Skandinavien ein. (Foto: Marcus Jurk)
Der private Hafenbetrieb von Nordfrost im Inneren Hafen von Wilhelmshaven: Auf einer Fläche von sieben Hektar bietet dieser dem Logistikdienstleister zufolge die Voraussetzungen zum Aufbau eines Fährgeschäftes. Der Logistiker richtet im ersten Schritt eine Linie von Wilhelmshaven nach Skandinavien ein. (Foto: Marcus Jurk)
Werbung
Werbung
Matthias Pieringer

Nordfrost plant eine Fährverbindung zwischen Wilhemshaven und Skandinavien. Man werde dafür den im eigenen Eigentum befindlichen Nordwest- und Südwestkai im Inneren Hafen von Wilhelmshaven nutzen, kündigte der Tiefkühllogistik-Dienstleister am 10. Mai am Sitz in Schortens an. Das sieben Hektar große Hafengrundstück erfüllt laut Nordfrost alle nötigen Voraussetzungen: So verfüge es über eine Kailänge von 470 Meter mit acht bis zehn Meter Wassertiefe sowie über die benötigten Freiflächen und eine RoRo-Anlage. Ziel ist es nach Nordfrost-Angaben, „möglichst noch in der zweiten Jahreshälfte 2019“ eine Fährverbindung mit festen Abfahrtzeiten von und nach Skandinavien einzurichten.

Sowohl für Lkw, Trailer und Container als auch für Busse, Pkw und Wohnmobile stellt die Fähre, gemäß Nordfrost, ab Wilhelmshaven eine ökonomisch sinnvolle Verkehrsverbindung nach Skandinavien dar. Sie ermögliche für Ziele von und nach Süddeutschland und Westeuropa gegenüber anderen norddeutschen Häfen die größten Einsparungen an Straßenkilometern, argumentierte Nordfrost.

Überfahrt in weniger als 20 Stunden

Der Aufenthalt der Fähre im Hafen nimmt dabei gemäß den Unternehmensangaben je vier Stunden in Anspruch, die Überfahrt benötigt weniger als 20 Stunden, so dass mit einer Fähre drei Abfahrten pro Woche in jeder Richtung möglich sind. Je Fahrtstrecke können laut Nordfrost 60 Sattelzüge aufgenommen werden oder mehr Fahrzeuge bei entsprechend kleineren Einheiten.

Nach den Worten von Firmenchef Horst Bartels dürfte es Nordfrost schnell gelingen, bereits bestehende langjährige Geschäftsbeziehungen, zum Beispiel zu norwegischen Fischproduzenten, auszubauen und gezielt weiteres Frachtvolumen von Skandinavien zu generieren. „Auch bei deutschen und europäischen Lieferanten Skandinavienverkehre zu akquirieren ist für uns nicht die größte Herausforderung“, so Bartels.

Printer Friendly, PDF & Email

Branchenguide

Werbung