Logistikdienstleistung: Nagel-Group verkauft Teile des operativen Geschäfts

In Belgien, den Niederlanden und Italien übernimmt die Stef Group.

Im Rahmen der Transaktion will sich die Nagel-Group auf die strategische Optimierung des Netzwerkes fokussieren. (Symbolbild: Nagel-Group)
Im Rahmen der Transaktion will sich die Nagel-Group auf die strategische Optimierung des Netzwerkes fokussieren. (Symbolbild: Nagel-Group)
Melanie Wack

Im Rahmen der am 12. November unterzeichneten Transaktion wird die Stef Group fünf Standorte der Nagel-Group in Italien, Belgien und den Niederlanden mit einem Gesamtumsatz von 95 Millionen Euro und rund 200 Mitarbeitern, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundeskartellamt, erwerben. Wie die Nagel-Group am 13. November bekannt gegeben hat, ermöglicht die Transaktion es dem Unternehmen, die strategische Optimierung seines Netzwerks fortzusetzen und sich noch stärker auf die eigenen Kernmärkte zu konzentrieren. Die Stef Group verstärke im Gegenzug ihre Präsenz und ihr Netzwerk in den drei Ländern. Der Verkauf soll im Januar 2021 abgeschlossen werden.

„Dieses Projekt ist Teil unserer strategischen Optimierung in Europa gewesen. In dessen Rahmen konzentrieren wir uns konsequent auf unsere starken Geschäftsfelder und deren weitere Entwicklung. Für Bereiche mit geringem Wachstumspotenzial innerhalb unseres Unternehmens haben wir hingegen interessierte und erfolgsversprechende Partner gesucht – wie stets insbesondere im Interesse unserer Mitarbeiter und Kunden“, sagt Carsten Taucke, CEO der Nagel-Group.

Vorteile für beide Seiten

Infolge der Transaktion werden laut Mitteilung Stef Group und Nagel-Group Distributionsvereinbarungen eingehen. Damit könne die Nagel-Group für ihre Transportabwicklung in Italien, Belgien und den Niederlanden auch das dortige Verteilnetz der Stef Group nutzen, während die Stef Group ihren Kunden aus diesen Ländern verbesserte Verteilungsleistungen in Deutschland und Zentral-/Nordeuropa anbieten könne.

„Die Vertragsunterzeichnung mit der Nagel-Group ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Geschäftsentwicklungsstrategie. Die Integration dieser fünf neuen Standorte wird es uns ermöglichen, unseren Kunden in unseren belgischen, niederländischen und italienischen Netzwerken einen Mehrwert zu bieten und gleichzeitig unsere Präsenz im internationalen Verkehr nach Deutschland zu verstärken. Wir freuen uns darauf, die neuen Mitarbeiter an Bord zu begrüßen und ihr Know-how in die Stef Group einzubringen“, sagt Stanislas Lemor, CEO der Stef Group.

Für Agrar- und Nahrungsmittelindustrie in Belgien

In Belgien befindet sich der Nagel-Standort Nazareth im Süden von Gent in einer Region mit hoher Produktion und hohem Konsum und passt laut Pressemeldung somit perfekt zum Stef-Netz in Belgien, das bereits drei Standorte in Saintes und Courcelles sowie eine Partnerschaft in Lüttich umfasst. Mit 3.100 Quadratmetern, die für den Transport gekühlter Produkte vorgesehen sind, soll der Standort die regionale Abdeckung und den Sammeltransport für die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie und die nationalen Vertriebshändler verbessern.

Exportpotenzial in den Niederlanden erschließen

In den Niederlanden bietet der Nagel-Standort Raalte eine Gesamtfläche von 5.000 Quadratmetern und wird das Stef-Netz des Landes mit bereits drei Standorten in Bodegraven, Eindhoven und Raalte stärken. Die Expertise des Standorts im internationalen Transport werde dazu beitragen, das volle Exportpotenzial der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie und der nationalen Vertriebshändler, die auf andere europäische Länder abzielen, zu erschließen.

3.700 Quadratmeter gekühlte Lagerfläche in Italien

In Italien bietet der Nagel-Standort Nogarole Rocca in der Region Verona der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie und den nationalen Vertriebshändlern ein einzigartiges Know-how für umfassende Transport- und Sammeltransporte nach Deutschland, Großbritannien und Osteuropa. Die drei Standorte bieten 3.700 Quadratmeter gekühlte Lagerfläche, 1.800 Quadratmeter Trockenlager und 200 Quadratmeter Tiefkühllager und decken damit den gesamten Bedarf für die Geschäftsentwicklung im Nordosten Italiens ab.

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