Logistikdienstleistung: Generalprobe für die analoge Mars-Mission Amadee-24

Der Gebrüder Weiss-Standort in Maria Lanzendorf ist Testgelände für die analoge Mars-Mission Amadee-24. Logistikexperten transportieren sensibles Equipment nach Armenien.

Im Rahmen des Dress Rehearsals erkunden Ananlog-Astronauten des Österreichischen Weltraum Forums das Gelände von Gebrüder Weiss in Maria Lanzendorf. (Quelle: ÖWF / vog.photo)
Im Rahmen des Dress Rehearsals erkunden Ananlog-Astronauten des Österreichischen Weltraum Forums das Gelände von Gebrüder Weiss in Maria Lanzendorf. (Quelle: ÖWF / vog.photo)
Matthias Pieringer
(erschienen bei Transport von Nadine Bradl)

Als offizieller Logistikpartner des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) hat der Logistikdienstleister Gebrüder Weiss seinen Standort in Maria Lanzendorf von 26. bis 28. Januar zum Testgelände für die analoge Mars-Mission Amadee-24 gemacht. Im Rahmen einer umfassenden Generalprobe nahmen das Forschungsteam und die Analog-Astronauten des ÖWF das gesamte Equipment sowie die wissenschaftlichen Experimente in Betrieb. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag wurden Wissenschaft, Raumfahrt und die Zukunft der Mobilität auch für Mitarbeiter und ihre Familien greifbar.

„Wir unterstützen das Österreichische Weltraum Forum bereits zum zweiten Mal mit unserer Transport- und Logistikexpertise. Es ist uns ein Anliegen, die Zukunft der Mobilität mitzugestalten und auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlebbar zu machen. Als ältestes Transport- und Logistikunternehmen der Welt fühlen wir uns dieser Aufgabe verpflichtet", so Jürgen Bauer, Mitglied der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss.

 

Einmonatige Mission

Amadee-24 ist die bislang komplexeste Mars Analog Mission. Mit der Generalprobe testet das ÖWF, ob Astronauten und Equipment der einmonatigen Mission in völliger Isolation gewachsen sind. Besucher konnten  live miterleben, wie die Forscher arbeiten, wie schwierig es ist, in einen Raumanzug zu schlüpfen und wie eine Astronautenuhr beschaffen sein muss, um den extremen Bedingungen des Weltraums standzuhalten.

„Für uns ist diese Generalprobe sehr wichtig. Sie zeigt uns, wo wir derzeit stehen und was noch zu tun ist, bevor wir Anfang März in Armenien mit der eigentlichen Simulation beginnen. Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher und die Unterstützung von Gebrüder Weiss geben uns Rückenwind für die komplexeste Mission, die wir je durchgeführt haben", so Gernot Grömer, Direktor des ÖWF über Amadee-24.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Rover und Drohnen im Gepäck

Die einmonatige Mars-Simulation findet im März in der Wüstenregion um Armash in Armenien statt. Die Logistik spielt bei der Umsetzung des Projekts eine wichtige Rolle. Gebrüder Weiss bringt das sensible Equipment von Maria Lanzendorf nach Armenien, kümmert sich um die sichere Verpackung der Raumanzüge, Rover und Drohnen, um die Verzollung und Zustellung der Ware. Dabei punktet das Logistikunternehmen mit seiner Expertise für Spezialtransporte, vor allem aber mit seinem umfassenden Know-how in der Kaukasus-Region. Gebrüder Weiss verfügt über eigene Standorte in Georgien und Armenien, die bei Amadee-24 eng mit den Wiener Kollegen zusammenarbeiten.

Franco Ravazzolo, Abteilungsleiter Projects & Break Bulk bei Gebrüder Weiss: „Für diese zukunftsweisende Aufgabe haben wir ein Team mit Experten aus allen drei Ländern zusammengestellt. Sie werden die beiden Seefrachtcontainer wie Raumschiffe behandeln und sicher zum Missionsgelände und wieder zurückbringen."

Die Reise geht von Österreich über Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Türkei und Georgien zum Zielort in der armenischen Wüste Armash. Auch der Rücktransport im Mai wird mit Gebrüder Weiss abgewickelt. Informationen zur Mission gibt es fortlaufend auf den Social-Media-Kanälen des Logistikdienstleisters.