Logistikdienstleistung: BLG-Gruppe steigert Überschuss um 2 Prozent auf 51,6 Millionen Euro

Besonders ein hohes Beteiligungsergebnis des Geschäftsbereichs „Container“ trug im Jahr 2022 zum Überschuss bei: Der Ergebnisanteil aus der Equity-Beteiligung an Eurogate stieg um 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke gab bei der Hauptversammlung eine Umsatzsteigerung von 6,5 Prozent im Jahr 2022 bekannt. (Bild: BLG-Gruppe)
Der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke gab bei der Hauptversammlung eine Umsatzsteigerung von 6,5 Prozent im Jahr 2022 bekannt. (Bild: BLG-Gruppe)
Gunnar Knüpffer

Die BLG-Gruppe hat ihren Gruppenjahresüberschuss im Jahr 2022 um zwei Prozent auf 51,6 Millionen Euro erhöht. Dabei steigerte die Gruppe ihren Umsatz um 6,5 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro, ist dem Gruppenabschluss sowie einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 7. Juni zur Hauptversammlung zu entnehmen.

Zu dem Ergebnis vor Steuern (EBT) der BLG-Gruppe trug wesentlich das hohe Beteiligungsergebnis des Geschäftsbereichs „Container“ bei. Der Ergebnisanteil aus der Equity-Beteiligung an Eurogate betrug 76,7 Millionen Euro und lag damit 14,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Eurogate konnte bei einem Rückgang der Umschlagmengen (Deutschland -8,3 Prozent, insgesamt -2,8 Prozent) einen spürbaren Anstieg des Umsatzes von rund 13 Prozent verzeichnen. Hohe Lagergelder sorgten für ein deutlich über Plan liegendes Ergebnis. Diese Lagergelder seien allerdings Sondereffekte, teilte die BLG-Gruppe mit.

Der Geschäftsbereich „Contract“ erzielte trotz einer schwierigen Marktsituation ein EBT von 11,3 Millionen Euro. Im Berichtsjahr 2022 war die Kontraktlogistik unter dem Titel „Roadmap Contract 2027“ neu aufgestellt worden. Standorte und Länder von BLG werden in einer Regionalstruktur geführt, Technologie und Nachhaltigkeit sollen stärker organisatorisch verankert und damit aufgewertet werden.

Der Geschäftsbereich „Automobile“ verzeichnete ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -11,7 Millionen Euro. Eine Rolle hätten unter anderem eine Reihe von außerordentlichen Effekten wie Abschreibungen und Wertminderungen gespielt, ließ BLG Logistics verlauten. Darüber hinaus hätten weitere Faktoren Einfluss auf die Entwicklungen in diesem Geschäftsbereich genommen: Zu Beginn des Jahres seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie durch die No-Covid-Strategie in China noch spürbar gewesen und hätten Druck auf die Verfügbarkeit von Vorleistungsgütern ausgeübt. Mit Beginn des Kriegs in der Ukraine wurde der Druck auf die Lieferketten laut Gruppe weiter verstärkt und die Absatzmärkte zusätzlich belastet. Durch die Energiekrise und die steigende Inflation sei die Lage an den Beschaffungsmärkten sehr herausfordernd.

Für das laufende Geschäftsjahr würden die Vorhersagen schwierig bleiben, sagte der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke: „Es herrscht weiterhin Krieg zwischen Russland und der Ukraine, es bestehen weiterhin Spannungen zwischen den USA und China. Auch die Energiekrise ist noch nicht ausgestanden. Wir wissen und bereiten uns sehr intensiv darauf vor, dass die wirtschaftlichen Unsicherheiten eher weiter zunehmen werden.“

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