Logistik-Start-ups: Schüttflix erschließt österreichischen Markt

Die Schüttgut-Plattform Schüttflix baut ihr Partnernetzwerk in Österreich auf.

Schüttflix: Aktuell lassen sich nach Unternehmensangaben in ganz Österreich Frächter und Spediteure auf der digitalen Plattform für Schüttgutbestellungen registrieren. (Foto: Schüttflix)
Schüttflix: Aktuell lassen sich nach Unternehmensangaben in ganz Österreich Frächter und Spediteure auf der digitalen Plattform für Schüttgutbestellungen registrieren. (Foto: Schüttflix)
Matthias Pieringer

Nach dem Österreich-Start im Mai dieses Jahres hat das deutsche Start-up Schüttflix  mit dem Aufbau des Partnernetzwerks begonnen. Aktuell ließen sich in ganz Österreich Frächter und Spediteure auf der digitalen Plattform für Schüttgutbestellungen registrieren, teilte Schüttflix am 11. Juli der Presse mit. Spätestens ab Herbst 2022 würden sie Aufträge über diese erhalten. Über die Plattform könne der gesamte Bestell- und Liefervorgang digitalisiert und papierlos abgewickelt werden – vom Preisvergleich über die Angebotserstellung bis zur Abrechnung.

Lieferscheine automatisch digital

Für Spediteure bedeutet dies laut Schüttflix, dass sie Aufträge digital per App erhalten. In der App weisen sie die Tour einem ihrer Fahrer zu. Dieser bestätigt den Start der Fahrt per Klick und die Abladung mit einem Foto. Lieferscheine erstellt Schüttflix automatisch digital.

Örtlich gestaffelter Wechsel zum Vollbetrieb

„Aktuell begrüßen wir pro Woche im Schnitt vier bis fünf neue Partner auf der Plattform“, freut sich Country Manager Stefan Klanner. „Ich rechne damit, dass wir bis zum Jahresende 500 Frächter mit ihren Produkten und Fahrzeugen an Bord haben werden und damit werden weitgehend flächendeckend in ganz Österreich Schüttgutbestellungen und -lieferungen über die Schüttflix-Plattform abgewickelt werden können.“ Der Wechsel von der Registrierungsphase zum Vollbetrieb in Österreich werde örtlich gestaffelt erfolgen, so Klanner.

Wie Schüttflix weiter mitteilte, sei der starke Start auch auf die positiven Erfahrungen der Transportbranche mit der Plattform in Deutschland zurückzuführen. Die „Erfolgsgeschichte auf dem Schüttflix-Heimmarkt“ werde auch in Österreich genau registriert. So war Schüttflix nach eigenen Angaben zum Beispiel für den Abtransport von rund 33.000 Tonnen Betonfräsgut von einer Autobahnbaustelle nahe Leipzig zuständig. Rund zwölf Speditionen – alle aktiv auf der Schüttflix Plattform – waren demnach im Mai und Juni für diesen Auftrag im Dauereinsatz. An Spitzentagen fuhren laut der Plattform 32 Fahrer auf der Baustelle ein und aus.

Auf dem deutschen Heimmarkt nutzen Schüttflix zufolge mittlerweile mehr als 9.000 Kunden und Partner die Plattform. Seit ihrem Start 2018 wurden fast fünf Millionen Tonnen Material über die Plattform gehandelt.

Expansion in polnischen und tschechischen Markt soll folgen

Der bisherige Erfolg lege den Grundstein für die internationale Expansion, hieß es weiter: Nach dem Markteintritt in Österreich werde die Schüttflix-Plattform in den kommenden Monaten auch in Polen und in der Tschechischen Republik verfügbar sein.

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