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Logistik-Start-ups: Fernbusse nehmen Pakete mit

Start-up Sennder will im KEP-Markt mitmischen.
Paketübergabe: Das Berliner Start-up Sennder will durch eine Finanzierungsrunde weiteres Kapital einsammeln. (Foto: Sennder GmbH/ Anja Bertuch)
Paketübergabe: Das Berliner Start-up Sennder will durch eine Finanzierungsrunde weiteres Kapital einsammeln. (Foto: Sennder GmbH/ Anja Bertuch)
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Matthias Pieringer

Das im Sommer 2015 gegründete Start-up Sennder GmbH drängt in den Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) und will mithilfe von Fernbussen sowie privaten und professionellen Stadtkurieren Pakete günstiger und schneller transportieren und zustellen. Das teilte das Berliner Unternehmen kürzlich gegenüber der Presse mit.

Man ziele darauf ab, Kosten insbesondere bei grenzüberschreitenden Transporten zu reduzieren und Pakete auch am gleichen Tag oder auch an Feiertagen zuzustellen. Die Pakete werden laut Sennder zentral in der Nähe von Fernbusbahnhöfen gesammelt und auf die unterschiedlichen Busse verteilt. Der Empfänger am Bestimmungsort habe die Wahl, entweder seine Lieferungen an den Sammelpunkten direkt abzuholen oder sich zustellen zu lassen. Dafür kommen Sennder zufolge unterschiedliche Anbieter infrage.

Man habe erste Vereinbarungen mit Fernbusanbietern über den Transport von Paketen geschlossen und führe derzeit Gespräche mit mehreren lokalen Transporteuren für die „first and last mile“ innerhalb einer Stadt, hieß es seitens des Logistik-Start-ups.

Vermittlungsplattform als erster Schritt

Als ersten Schritt startete die Berliner Firma Mitte Oktober eine Vermittlungsplattform für Transporte. Auf der Website www.sennder.com werden Menschen mit Liefergesuchen für Kurz- und Langstrecken sowie private und professionelle Transporteure zusammengeführt. Der Fokus liegt dabei auf der Mitnahme von sperriger, unhandlicher und fragiler Fracht. Im kommenden Jahr wird das Modell auf Pakete und kleinere Lieferungen ausgeweitet.

Die beiden Unternehmensgründer haben für die erste Phase eigenen Angaben zufolge mehrere „Angel“-Investoren gewinnen können. Bis Ende des Jahres solle durch eine Finanzierungsrunde weiteres Kapital eingesammelt werden, um 2016 die Integration weiterer Dienstleister sowie die Expansion zu ermöglichen, teilte Sennder mit.

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