Logistik-Ortung: Trumpf und Partner lancieren Standard „omlox“

Der Standard soll Technologien wie UWB, BLE, RFID, 5G oder GPS integrieren.

Ortungsdaten über eine gemeinsame Schnittstelle bereitstellen - das soll der Ortungsstandard "omlox" ermöglichen. (Foto: Trumpf)
Ortungsdaten über eine gemeinsame Schnittstelle bereitstellen - das soll der Ortungsstandard "omlox" ermöglichen. (Foto: Trumpf)
Therese Meitinger

Das Technologieunternehmen Trumpf führt laut einer Mitteilung vom 16. Juni zusammen mit rund 60 Partnern einen Standard für Ortungstechnologien ein. Der neue Industriestandard „omlox“ soll es ermöglichen, alle vorhandenen Technologien wie UWB, BLE, RFID, 5G oder GPS zu integrieren und die Ortungsdaten über eine einheitliche Schnittstelle bereitzustellen.

„Ein gemeinsamer Standard für Ortungslösungen vereinfacht die Logistik enorm und sorgt für Effizienzgewinne in der digitalen Fertigung“, sagt Thomas Schneider, Entwicklungsvorstand bei Trumpf Werkzeugmaschinen.

„omlox“ lässt sich laut Firmenangaben ab sofort weltweit nutzen. Zu den Initiatoren von „omlox“ zählen demnach die Softwareanbieter und IT-Dienstleister GFT und T-Systems, die Anbieter sensorbasierter Lösungen Sick AG und Pepperl+Fuchs AG, das Forschungsinstitut CEA Leti, der Anbeiter für Indoor-Navigationsdienste Heidelberg Mobil und der Lokalisierungsanbieter BeSpoon. Als unterstützende Industriepartner werden Unternehmen aus Europa, Asien und den USA genannt. Ziel der Initiatoren sei es, Industriekunden den Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern, so der Anbieter.

Weltweite Sprache für die Industrie

Für die globale Weiterentwicklung des „omlox“-Standards wollen die Initiatoren das Vorhaben an die PROFIBUS Nutzerorganisation übergeben, die seit 30 Jahren verschiedene Industriestandards betreut.

„Als unabhängige Organisation sorgen wir dafür, dass sich auch künftig alle Partner gleichberechtigt einbringen können“, sagt Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von PROFIBUS.

Bei „omlox“ seien bereits Schnittstellen definiert, an die sich alle Produkte anbinden lassen. Auf den Standard können laut den Projektpartnern künftig sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen zugreifen. Ein Logo auf den Produkten soll garantieren, dass sie für „omlox“ anschlussfähig sind.

Durch das Einbeziehen verschiedener Ortungstechnologien lassen sich den Projektpartnern zufolge Produkte durchgängig verfolgen. „omlox“ ermögliche das Lokalisieren von Gabelstaplern, Drohnen, fahrerlosen Transportsystemen oder Werkzeugen verschiedener Hersteller mit nur einer Infrastruktur. Positionsdaten lassen sich somit in der Fabrik wesentlich breiter nutzen. Auch innerhalb von Gebäuden können Anwender demnach Geräte millimetergenau ausfindig machen, ähnlich wie es mit GPS im Freien schon möglich ist.

Industriepartner aus Europa, USA und Asien

Mittlerweile unterstützen rund 60 Unternehmen das Vorhaben.

Auswahl an beteiligten Unternehmen:

TRUMPF (Werkzeugmaschinen, Lasertechnik)

BeSpoon (UWB Lokalisierungsanbieter)

GFT (IT-Dienstleister und Softwareanbieter)

T-Systems (Herstellerübergreifender Digitaldienstleister)

Sick AG (Anbieter sensorbasierter Lösungen)

Pepperl+Fuchs AG (Explosionsschutz und Industrielle Sensoren)

CEA Leti (Forschungsinstitut)

Heidelberg Mobil (Software für ortsbasierte-Dienste in Gebäuden)

WZL Aachen GmbH - Geschäftsbereich Automatisierung (Entwicklungs- und Applikationsunterstützung)

bridgingIT (Technologie- und Unternehmensberatung)

Squadrone System (Hersteller für Industriedrohnen)

Xetics (Smart Factory Software)

Zigpos (Lokalisierungsanbieter)

Swan (Projekthaus für SAP-Logistik)

NAiSE (Indoornavigationsanbieter für fahrerlose Transportsysteme)

Cleanfix (Reinigungsmaschinenanbieter)

Weptech (Systemhaus für Entwicklung und Fertigung mit Schwerpunkt wireless connectivity)

Siemens AG (Digital Industries)

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