Logistik-IT: WSW Software implementiert Lösung für TDK Electronics

Die Softwareanwendung soll das Vendor Managed Inventory für die Auftragsabwicklung verbessern.

Der Komponentenanbieter TDK Electronics setzt eine neue Softwarelösung für seine VMI-Prozesse ein. (Foto: TDK)
Der Komponentenanbieter TDK Electronics setzt eine neue Softwarelösung für seine VMI-Prozesse ein. (Foto: TDK)
Sandra Lehmann

Der Elektronikanbieter TDK Electronics hat vor Kurzem das SAP-basierte Lösungspaket „SPEEDI VMI“ des IT-Spezialisten WSW Software eingeführt. Das gab der WSW im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt. Demnach soll die Anwendung das Vendor Managed Inventory für die Auftragsabwicklung verbessern.

„Die VMI-Abwicklung ist durchaus anspruchsvoll. Bei Kunden, deren Lager wir regelmäßig mit unseren Produkten bestücken, ändert sich die Bedarfssituation häufig, oft sogar täglich. Folglich sind Nachlieferungen und damit Versandmengen laufend anzupassen und neu zu berechnen“, sagt Sabine Trost, Manager Sales SAP Coordination Team bei TDK Electronics.

Die VMI-Abwicklung erfolgte nach WSW-Angaben früher weitgehend manuell. Der aktuelle Lagerbestand eines Kunden musste in Tabellen recherchiert und Auffüllmengen per Taschenrechner kalkuliert werden. Mit SPEEDI VMI steuere der Komponentenhersteller die Bestückung der Kundenlager nun IT-gestützt und automatisiert. Die Lösung berechne die optimalen Auffüllmengen anhand der aktuell in SAP hinterlegten Bestandsmengen und der Bedarfsmengen des Kunden, und plane sie direkt im SAP-Lieferplan ein. Die Lösung berücksichtigt dabei laut dem Anbieter alle zuvor definierten Parameter, wie den Mindest- und Maximalbestand, Reichweite und definierte Auffüllstrategie.

„SPEEDI VMI passt am besten zu unseren Anforderungen und hat uns von Beginn an überzeugt. Und mit WSW Software steht uns ein kompetenter IT-Partner zur Seite, mit dem wir vertrauensvoll und auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, erläutert Jens Scholtz, Corporate Director Projects bei TDK Electronics.

Seit der Inbetriebnahme von SPEEDI VMI habe sich die Qualität der Kalkulationen deutlich erhöht, außerdem seien sie um einiges schneller. Da die Parameter zur Nachschubsteuerung für jeden Kunden und jedes Material in der Lösung nur einmal einzustellen sind und sich bei Bedarf einfach ändern lassen, spart ebenfalls Zeit, heißt es vonseiten WSW.

Geglättete Befüllung

Darüber hinaus ermögliche die SPEEDI-Lösung eine gleichmäßigere, also „geglättete“ Befüllung des Kundenlagers im Rahmen des erlaubten Minimal- und Maximalbestands und der vereinbarten Reichweite. So ließen sich saisonale Bedarfsschwankungen ausgleichen und Lieferspitzen vermeiden. Die dafür erforderlichen Funktionen hat WSW Software nach Eigenangaben individuell für TDK Electronics entwickelt und sie danach als Standardfunktion in SPEEDI VMI übernommen, sodass zukünftig alle Kunden davon profitieren können.

In der Praxis erfolge die Kalkulation des Nachschubs für die Reichweite von zehn Wochen. Dazu werde das Ergebnis durch zehn geteilt und diese Zahl mit zwei multipliziert. So erhält man den durchschnittlichen Bedarf anstelle des reinen Zwei-Wochen-Bedarfs. Benötigt der Kunde in den beiden ersten Wochen jeweils 100 Stück eines Bauteils, in den folgenden acht Wochen aber jeweils 400 Stück, bekommt er von der ersten Lieferung an 340 Stück pro Woche, heißt es in der Mitteilung.

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