Logistik-IT: Warehouse-Betreiber machen ernst mit Künstlicher Intelligenz

Laut einer Studie planen Führungskräfte unterschiedlicher Branchen, im Warehouse-Umfeld in Machine Vision, Computer Vision und Vorhersageanalytik zu investieren.

Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum Differenzierungsfaktor im Warehouse, so eine Studie von Zebra Technologies. (Symbolbild: Grispb / AdobeStock)
Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum Differenzierungsfaktor im Warehouse, so eine Studie von Zebra Technologies. (Symbolbild: Grispb / AdobeStock)
Therese Meitinger

Ein Forschungspapier von Zebra Technologies kommt zu dem Schluss, dass Lagerbetreiber sich zunehmend konkret mit einer Vielzahl von Technologien mit künstlicher Intelligenz (KI) auseinandersetzen. Das berichtet eine Pressemitteilung vom 9. Januar. Die Studie „Moderne Lagerhaltung realisieren: Resilienz und Agilität der Lieferkette” geht dabei zurück auf die „Warehouse Vision Study“, für die das Marktforschungsinstitut Azure Knowldege Corporation im März und April 2023 mehr als 1.400 Entscheidungsträger und Mitarbeiter befragte, die Lager- oder Distributionszentren in den Bereichen Fertigung, Einzelhandel, Transport, Logistik und Großhandel in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum verwalten und unterhalten.

Automatisierung beschleunigen helfen

Die Studie zeigt Zebra Technologies zufolge, dass weltweit die meisten Entscheidungsträger in der Lagerlogistik in den nächsten fünf Jahren in maschinelles Lernen (94 Prozent), Vorhersageanalytik (92 Prozent), Machine Vision (86 Prozent) und Computer Vision (85 Prozent) investieren wollen. Diese KI-Technologien bieten laut der Pressemitteilung Automatisierungs-, Analyse- und digitale Entscheidungsfindungsmöglichkeiten für die gesamte Lieferkette und im Lagerbereich. Entscheider in der Lagerlogistik beschleunigen nach Studienangaben ihre Pläne für Technologieinvestitionen, um neue Herausforderungen in der Lieferkette zu bewältigen, wie zum Beispiel: Optimierung der Arbeitskräfte, Rationalisierung von Workflow-Prozessen, Ungenauigkeit der Bestände und die Umstellung auf cloudbasierte Systeme.

„Entscheider im Lagerwesen setzen auf KI-Lösungen für die Lieferkette und die Lagermodernisierung angesichts der gefühlt nicht enden wollenden Störungen und Black-Swan-Events“, sagt Andre Luecht, Global Strategy Lead, Warehouse, Transportation and Logistics, Zebra Technologies. „Cloud-basierte Systeme, KI, Analytik und digitale Zwillinge geben Lagerleitern die Transparenz, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, die sie in der heutigen Welt benötigen. In einer Welt, in der die Lieferketten global, komplex und segmentiert sind.“

Die Studie von Zebra unterstreicht auch die wachsende Nachfrage und Dringlichkeit für Sensortechnologie im Jahr 2024 unter globalen Entscheidungsträgern, einschließlich passiver RFID-Tags und -Sensoren (81 Prozent), aktiver Echtzeit-Ortungstechnologie (68 Prozent), mobiler Sensoren auf Gabelstaplern (68 Prozent) sowie Temperaturüberwachung und Smart Labels (67 Prozent).