Logistik-IT: Walbusch nutzt optimierte Setlog-Software

Mit der neuen Standardversion der cloudbasierten SCM-Software spart der Modeanbieter Zeit und Geld.

Der Bekleidungsanbieter Walbusch setzt auf die optimierte Version der Setlog-Software OSCA. (Foto: Walbusch)
Der Bekleidungsanbieter Walbusch setzt auf die optimierte Version der Setlog-Software OSCA. (Foto: Walbusch)
Sandra Lehmann

Die Walbusch-Gruppe, Solingen, nutzt seit Ende 2021 die cloudbasierte SCM-Software OSCA DC (Digital Core) von Setlog, um Transparenz in die Lieferkette zu bekommen und Verwaltung, Zusammenarbeit und Kommunikation zu verbessern. Das teilte der Bochumer IT-Anbieter kürzlich in einer Pressemeldung mit. Das Besondere: Walbusch ist der erste Setlog-Kunde, der auf die neue Standardversion von OSCA setzt. Das heißt: Die Prozesse der Marken Walbusch, Avena sowie Mey&Edlich wurden an Best Practice-Beispiele von OSCA angepasst – und nicht umgekehrt. So umging die Gruppe aufwändige, kundenspezifische Anpassungen in der IT-Anwendung. Dadurch konnte der Modeanbieter Setlog zufolge Kosten und Zeit sparen. Vom Erstkontakt bis zur Inbetriebnahme der Software vergingen weniger als sechs Monate.

„Wir wollten unbedingt kundenspezifische Anpassungen vermeiden und konnten mit der neuen Softwaregeneration binnen weniger Monate Transparenz in die Lieferkette bringen. Unsere wichtigsten Zulieferer können wir bei Veränderungen über ein einziges Tool in Echtzeit informieren. E-Mails, Telefonate sowie der Versand von Excel-Tabellen entfallen jetzt“, berichtet Ralf Seggering, Bereichsleiter IT und Mitglied der Geschäftsleitung bei Walbusch.

Derzeit seien die Hauptlieferanten in das System integriert. Neben weiteren Zulieferern werden nun auch Spediteure der Walbusch-Gruppe an die Software angeschlossen.

„Wir sind überzeugt, dass das Beispiel Walbusch Schule machen wird – auch in anderen Branchen. Denn in volatilen Zeiten ist eine agile, digitale Wertschöpfungskette alternativlos. Die digitale Supply Chain auf Basis von OSCA basiert auf drei Werten: Einfachheit, Transparenz und Kontrolle“, sagt Guido Brackelsberg, Vorstandsmitglied von Setlog.

Die SCM-Software fungiert laut Anbieter als zentrales Kommunikations- und Abwicklungs-Tool in der Supply Chain. Genutzt wird die Software für zahlreiche Zwecke – unter anderem:

  • die Platzierung von Aufträgen und Bestellungen,
  • das Überwachen, Kontrollieren und Verfolgen von Aufträgen,
  • als Netzwerk zwischen Kunde, Lieferant und Spediteur sowie Lagerstandorten,
  • für die digitale, kollaborative Zusammenarbeit,
  • zur Verwaltung von Lieferparametern wie etwa Zeitpunkt und Verkehrsträger und
  • als Datenbank für wichtige Dokumente wie etwa zollrelevanten Unterlagen.

Ein KPI-Dashboard visualisiere die wichtigsten Kennzahlen für Mitarbeiter, die mit der Lösung arbeiten. Sobald sich Lieferdaten verändern, würden alle Partner in der Supply Chain gleichzeitig informiert. Pro Jahr werden mehr als drei Millionen Kundensendungen durch das System laufen. Mit dem bisherigen Verlauf des Projekts zeigt sich Ralf Seggering zufrieden:

„Es war ein Musterbeispiel für agile Projektarbeit und eine Blaupause für unsere IT-Strategie: Wir modernisieren unsere gesamte IT-Infrastruktur basierend auf einem eigenen ERP-Kern und fachbereichsspezifischen Best-of-Breed- Lösungen.“

Bereits jetzt plant Seggering weitere Schritte in der IT. Für die Zukunft angedacht sei auch das Modul „OSCA CSR“ (Corporate Social Responsibility). Das Unternehmen mit seinen mehr als 1.000 Mitarbeitern werde für die Umsetzung des neuen deutschen Lieferkettengesetzes, das ab 2023 in Kraft tritt, gut gerüstet sein, so der IT-Bereichsleiter.

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