Logistik-IT: Transporeon übernimmt TNX Logistics

Verlader und Transportlogistiker sollen mithilfe der Technologie von TNX künftig bis zu 90 Prozent ihres Straßenfracht-Spot-Volumens auf der Logistikplattform autonom vergeben können.

Kunden von Transporeon können nun ein erweitertes Angebot zur Beschaffung von Fracht-Spots nutzen. (Foto: Yuri Bizgaimer / Fotolia)
Kunden von Transporeon können nun ein erweitertes Angebot zur Beschaffung von Fracht-Spots nutzen. (Foto: Yuri Bizgaimer / Fotolia)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Transporeon hat das im Bereich der autonomen Logistik-Beschaffung agierende Start-up TNX übernommen. Das besagt eine Pressemitteilung vom 10. Juni. Mithilfe der Technologie des Unternehmens können nach Eigenangaben Verlader und Transportlogistiker bis zu 90 Prozent ihres Straßenfracht-Spot-Volumens autonom vergeben. Um das zu ermöglichen, nutzt TNX demnach Data und Behavioural Science und unterstützt Verlader, Transportlogistiker und Spediteure dabei, ihre Kapazitäten in einem zunehmend dynamischen Markt besser aufeinander abzustimmen. Damit bietet TNX eine auf Data-Science gestützte Plattform für den Straßentransport.

Fokus auf autonomer Beschaffung

Stephan Sieber, CEO von Transporeon:

„TNX hat ein leistungsfähiges Produkt entwickelt, das starke, belegbare Ergebnisse liefert – mehrere internationale Transportlogistiker sowie Verlader haben bedeutende Verbesserungen im Rahmen ihrer Einkaufsstrategie auf dem Spot-Markt erzielt.“

Die Logistikplattform biete Produkte zur Preisvorhersage, "Lane 360", und habe eine Initiative zur smarten Frachtvergabe gestartet. Der autonome Procurement-Service von TNX stelle eine logische Erweiterung des Ticontract Tendering-Angebots und des Spot-Vermittlungsprodukts "Best Carrier" von Transporeon dar. Das Start-up stelle außerdem einen Eingangs-Service zur Verfügung, sodass sich interessierte Marktakteure auf der digitalen Transporeon-Plattform vernetzen könnten, heißt es.

Eine steigende Anzahl von Verladern, Transportlogistikern und Spediteuren löse sich von rigiden Vergabe-Strategien und baue Kompetenzen auf, um dynamischere und vollständig automatisierte Ansätze umzusetzen, beispielsweise am Spot-Markt.

Die Preisbildung sei in der Logistik historisch gesehen aufgrund der Fragmentierung und dem geringen Digitalisierungsgrad weniger weit fortgeschritten als in anderen Branchen, so Transporeon. In den vergangenen 18 Monaten habe man daher zunehmend in diesen Bereich investiert.

Gründer und CEO von TNX Logistics, Jonah McIntire:

„Dadurch, dass wir uns der Transporeon Group anschließen, sehen wir enormes Wachstumspotential für unser Geschäft verbunden mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten für unser internationales Experten-Team. Wir freuen uns darauf, unsere Kräfte mit Europas führendem Logistik-Netzwerk zu bündeln.“

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