Logistik-IT: SSI Schäfer launcht mit SupplyBrain Start-up für datengestützte Lösungen

Mit der Ausgründung will SupplyBrain seine Digitalisierungs- und Technologiekompetenz erweitern.

Zur Optimierung der Supply Chain, wie beispielsweise bei der Lösung mit Predictive Maintenance, setzt SupplyBrain auf eine konsequente Auswertung der Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz. (Bild: SSI Schäfer)
Zur Optimierung der Supply Chain, wie beispielsweise bei der Lösung mit Predictive Maintenance, setzt SupplyBrain auf eine konsequente Auswertung der Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz. (Bild: SSI Schäfer)
Therese Meitinger

Die SSI Schäfer Gruppe hat das in Graz angesiedelte Innovations-Start-up SupplyBrain an den Start gebracht, wie eine Pressemitteilung vom 17. Mai berichtet. SupplyBrain will datengestützte Softwarelösungen anbieten, die, ergänzend zur Unternehmens-Logistiksoftware, Kernbereiche der Supply Chain optimieren, die Effizienz steigern und die Betriebskosten senken.

Zur Optimierung der Supply Chain offeriert SupplyBrain nach Unternehmensangaben marktreife Produkte mit unterschiedlichen Ansätzen. Mithilfe eines digitalen Zwillings könnten Unternehmen alternative Lösungswege simulieren und rasch erkennen, welche Variante die effizienteste wäre, wenn zum Beispiel Mitarbeitende in der Kommissionierung krankheitsbedingt ausfallen oder sich aufgrund veränderter Marktbedingungen die Auftragsstrukturen massiv ändern, so SSI Schäfer. Ein weiterer Leistungsbaustein sei die Optimierung der Wartungsstrategie in Richtung Predictive Maintenance. Durch die KI-gestützte Auswertung der Nutzungsdaten der Anlagenkomponenten wird Firmenangaben zufolge das optimale Wartungsfenster ermittelt. Auch die Steigerung der Energieeffizienz gehört zu den Leistungen von SupplyBrain.

Optimierung von Supply Chains und Wartungsstrategien

Mit der Gründung der SupplyBrain GmbH will SSI Schäfer in die Erweiterung der eigenen Technologie- und Digitalisierungskompetenz im Bereich Intralogistik investieren. Das Start-up um Geschäftsführer Mario Traar umfasst laut der Pressemitteilung ein Team von rund zehn Mitarbeitern und hat seinen Sitz bei SSI Schäfer im österreichischen Graz.

Dazu Peter Edelmann, CEO der SSI Schäfer Gruppe:

„Wir freuen uns, dass wir als Start-up-Inkubator das Leistungsportfolio von SSI Schäfer mit SupplyBrain nun auch um rasch verfügbare digitale Produkte und Services erweitern. Eine konsequente Optimierung aller Prozesse und Komponenten stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kund:innen und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Intralogistik 4.0.“

„SupplyBrain“ soll für die intelligente Nutzung von Daten stehen, die im Lager massenhaft anfallen und oft nicht ausreichend als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Seinen Kunden will SSI Schäfer Produkte und Services anbieten, die sich nahtlos in die bestehende Software des Unternehmens einfügen. Ergänzend zur Intralogistiksoftware böten die Lösungen von SupplyBrain auf Basis von künstlicher Intelligenz, Simulationsalgorithmen und der Echtzeitanalyse der Prozesse kurzfristige, solide Entscheidungsgrundlagen zur Optimierung der verschiedenen Bereiche, heißt es.

Mario Traar, Geschäftsführer von SupplyBrain, sieht hier großes Potenzial:

„Die Zukunft der Logistik ist nicht ein stetiger Ausbau und ein Nebeneinander verschiedener Systeme, sondern vielmehr die konsequente Vernetzung und nahtlose Integration zusätzlicher Lösungen. Die Produkte und Lösungen von SupplyBrain sind eine ideale Ergänzung zu bestehender Logistiksoftware, wie die SSI Schäfer WAMAS Software oder SAP-Lösungen.“