Logistik-IT: Risiken im Sublieferanten-Netzwerk identifizieren

Die neue Version der Beschaffungsplattform Ivalua beinhaltet unter anderem ein auf Sublieferanten erweitertes Risikomanagement.

Das neu integrierte Sourcing Decision Center (SDC) soll Nutzer der Beschaffungsplattform Ivalua in die Lage versetzen, bei Ausschreibungen verschiedene Sourcing-Szenarien vergleichen zu können. (Foto: Ivalua)
Das neu integrierte Sourcing Decision Center (SDC) soll Nutzer der Beschaffungsplattform Ivalua in die Lage versetzen, bei Ausschreibungen verschiedene Sourcing-Szenarien vergleichen zu können. (Foto: Ivalua)
Therese Meitinger

Der IT-Anbieter Ivalua hat am 18. Juni die aktuelle Version seiner Cloud-basierten Spend-Management-Lösung vorgestellt. Sie soll Organisationen erstmals einen umfassenden Einblick in das Sub-Tier-Netzwerk ihrer Lieferanten ermöglichen. Einkäufer würden so in die Lage versetzt, einen tieferen Einblick in ihre Lieferketten zu erlangen und Risiken frühzeitiger zu erkennen, argumentiert die Firma mit Deutschlandsitz in München. Unternehmen könnten so wesentlich flexibler auf unerwartete Situationen wie Covid-19 reagieren als bisher.

Über das neu integrierte Sourcing Decision Center (SDC) können sie Ivalua zufolge bei Ausschreibungen verschiedene Sourcing-Szenarien vergleichen und auf einen Blick erkennen, welche Gesamtkosten und Risiken sie erwarten. Dies ermögliche dem Einkauf, fundiertere Vergabeentscheidungen zu treffen, so der Anbieter. Teil der aktuellen Version ist nach Anbieterangaben auch eine vollständig überarbeitete Lösung zur Automatisierung ihrer Kreditorenbuchhaltung: Diese versetze Unternehmen in die Lage, Rechnungsprozesse zu beschleunigen, den Umgang mit Rechnungen ohne Bestellnummer (PO-Nummer) sicher zu managen und die Einhaltung internationaler Steuervorschriften sicherzustellen, so Ivalua.

Coronakrise erfordert Transparenz in den Lieferketten

Auch das Management von Einsparpotenzialen wurde nach Firmenangaben verbessert: Einkauf und Buchhaltung können demnach nun eigene Ziele definieren und die erzielten Einsparungen direkt in der Plattform von Ivalua überwachen. Die Portale von Ivalua sind dem IT-Unternehmen zufolge zudem ab sofort barrierefrei: Sie erfüllten die Anforderungen der Level AA-Kriterien der internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 und könnten auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden. Das Produkt-Update 166 von Ivalua ist laut Herstellerangaben ab sofort verfügbar.

„Die Herausforderungen durch Covid-19 haben gezeigt, dass Transparenz in Lieferketten und die strategische Auswahl der passenden Partner für Unternehmen jeder Größe von essenzieller Bedeutung sind“, sagte Pascal Bensoussan, Chief Product Officer von Ivalua. „Mit der aktuellen Version von Ivalua können Verantwortliche in der Beschaffung ihr Risiko- und Compliance-Management auf den neuesten Stand bringen und wesentlich flexibler auf unerwartete Ereignisse reagieren.“

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