Logistik-IT: Remira und Omnichannel-Spezialist Roqqio fusionieren

Mit dem Zusammenschluss entsteht nach Firmenangaben eines der größten Softwareunternehmen Deutschlands.

Der Hauptsitz von Remira in Dortmund. (Foto: Remira)
Der Hauptsitz von Remira in Dortmund. (Foto: Remira)
Therese Meitinger

Das Dortmunder Softwareunternehmen Remira und Roqqio, Hamburger Spezialist für Omnichannel-Commerce-Softwarelösungen, schließen sich unter dem weiterentwickelten Markendach „Remira“ zusammen. Das gaben beide Unternehmen am 26. Januar bekannt. Mit rund 500 Mitarbeitern und einem kumulierten Jahresumsatz von 50 Millionen Euro entstehe eines der größten Softwareunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung.

Durch die Fusion der Lösungswelten „Supply Chain Solutions“ und „Omnichannel Commerce“ wolle man mit „Unified Commerce“ eine End-to-End-Lösung entwickeln, die sich auf das Verhalten des Endkunden und des Marktes fokussiere, gibt Remira an.

„Mit dem Zusammenschluss gehen wir den nächsten logischen Schritt in unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Stephan Unser, CEO von Remira. „Insgesamt betreuen wir rund 8.000 Kunden. Und das nach wie vor zu 80 Prozent von Deutschland aus. Wir zählen damit zu den wichtigsten deutschen Softwareunternehmen.“

Commerce als neuer Geschäftsbereich

Remira versteht sich derzeit als Anbieter von Supply Chain Solutions für Handels-, Logistik- und Industrieunternehmen unterschiedlicher Branchen.  Das international tätige Dortmunder Unternehmen bietet unter anderem KI-gestützte Cloudlösungen für das SCM an. Zu seinen fünf vernetzten Geschäftsbereichen zählt Remira Planning, Purchasing, Manufacturing, Transportation und Warehousing. Als Anwender von Remira-Applikationen nennt das Unternehmen unter anderem Rewe Systems, Gedore, Fressnapf und Olymp. Das Softwareunternehmen Roqqio adressiert Omnichannel-Lösungen im stationären Handel und Onlinehandel. Die Lösungen des Unternehmens sind nach Firmenangaben bei Marken aus dem Mode-, Sport- und Retail-Bereich im Einsatz – darunter Bogner, Rose Bikes, Intersport und Expert.

Mit der Fusion beider Unternehmen soll das Produktangebot von Remira um einen sechsten Bereich – Commerce – erweitert werden. Darin fänden sich unter anderem Soft- und Hardwarelösungen rund um den Point of Sale sowie mit der „Commerce Cloud“ eine zentrale Software-as-a-Service-Plattform, heißt es. Diese ermögliche das Erfassen, Steuern und Überwachen aller Prozesse sowie Touchpoints mit den Kunden und soll stationären Handel und Onlinehandel verbinden. Die Verbindung etablierter Commerce-Prozesse mit umfangreichen Services aus dem Bereich des Supply Chain Management hat sich Remira als „Unified Commerce“ auf die Fahnen geschrieben.

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