Logistik-IT: Neue Hilfsmittel gegen Zollbetrug

Mögliche Betrugsfälle sollen durch neuen Datenabgleich besser erkannt werden.
Mithilfe der IT und Container Status Messages: Zollfahnder in der EU bekommen weitere Möglichkeiten für ihre Arbeit, der legale Handel soll dabei nicht beeinträchtigt werden. (Foto: nattanan726/ Fotolia)
Mithilfe der IT und Container Status Messages: Zollfahnder in der EU bekommen weitere Möglichkeiten für ihre Arbeit, der legale Handel soll dabei nicht beeinträchtigt werden. (Foto: nattanan726/ Fotolia)
Matthias Pieringer

Die Zollfahnder in der Europäischen Union können seit 1. September laut dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) neue IT-Tools nutzen, um Betrügern auf die Schliche zu kommen. Über das IT-System „Container Status Messages (CSM) Directory“ erhalten die Zollbehörden von Schifffahrtsunternehmen sogenannte Container Status Messages, die zu den Containerbewegungen erzeugt werden.

Diese Angaben können die Behörden mit einer Datenbank abgleichen, in der Informationen zu Lieferungen in die EU, Transits und Waren, die die Union verlassen, enthalten sind. Dadurch sollen potenzielle Betrugsmuster offengelegt werden.

Zollbetrug gehe zu Lasten der öffentlichen Haushalte, sagte kürzlich EU-Kommissionsvizepräsidentin Kristalina Georgieva. Dem müsse man entschlossen und wirksam entgegentreten. Dank der neuen IT-Instrumente seien die Behörden fortan besser gerüstet, um dieser Herausforderung zu begegnen, ohne den legalen Handel zu beeinträchtigen, sagte sie.

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