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Logistik-IT: Mit Customs Heroes Verzollungen vereinfachen

AEB hat digitales Zollbroker-Netzwerk gestartet.

Laut AEB beschleunigt die digitale Anbindung von Zollagenten die Verzollungen deutlich und schafft Transparenz. (Foto: bluedesign/AdobeStock)
Laut AEB beschleunigt die digitale Anbindung von Zollagenten die Verzollungen deutlich und schafft Transparenz. (Foto: bluedesign/AdobeStock)
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Matthias Pieringer

AEB SE, Anbieter von Logistik- und Außenwirtschaftssoftware., hat am 5. Juni auf der Fachmesse transport logistic 2019 erstmals das digitale Zollbroker-Netzwerk „Customs Heroes“ präsentiert. Über dieses Netzwerk stehen AEB zufolge die weltweiten Services von Zollagenten wie beispielsweise Channel Ports, Rusak, Perinter, Portmade und Nord Quest auf nur einer Plattform zur Verfügung.

Customs Heroes digitalisiert die bislang weitgehend fragmentierten Prozesse zwischen den Zollagenten und Unternehmen aus Industrie, Handel und Spedition: „Daraus ergeben sich sowohl für die Zollagenten als auch für den Kunden eine Reihe von Vorteilen. Die Verzollung wird beschleunigt, manuelle Datenerfassung entfällt. Dadurch reduzieren sich die Kosten und Gebühren der Zollagenten für ihre Dienstleitung – um bis zu 50 Prozent gegenüber den üblichen Sätzen“, sagte Mark Brannan, Director International Business Development bei AEB und treibende Kraft hinter Customs Heroes, vor Journalisten.  

Bislang ist die Zusammenarbeit von Versendern oder Speditionen mit den Zollagenten laut AEB mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden. „In der Global-Trade-Management-Studie 2018 gaben 63 Prozent der befragten Unternehmen an, mit den Zollagenten noch per E-Mail und Telefon zu kommunizieren“, erläuterte Steffen Frey, Mitglied des AEB-Verwaltungsrates.

Digitalisierter Prozess

Customs Heroes setzt einen komplett digitalisierten Prozess dagegen. Die Nutzer übermitteln die zur Zollabwicklung notwendigen Daten über eine Schnittstelle an die Customs-Heroes-Plattform, die sie in strukturierter Form an den jeweiligen Zollagenten weitergibt. Der Zollagent übernimmt sie automatisiert in sein System. Nach der Zollanmeldung gehen Dokumente zur Überlassung sowie Zoll- und Steuerbescheide an den Auftraggeber zurück. Der Auftraggeber kann sich außerdem laut AEB jederzeit online über den Status seiner Verzollungen informieren.

Ausbau auf 30 Länder bis 2020 geplant

Mit dem Brokernetz haben die Unternehmen nur einen einzigen Vertragspartner, über den sie die Zollabwicklung durch unterschiedliche Agenten und für viele Länder managen können. „Bisher mussten sich die Unternehmen für jedes Land geeignete Zolldienstleister suchen, mit ihnen verhandeln, mit jedem einen Vertrag abschließen und einen Prozess erarbeiten. Jetzt brauchen sie nur noch eine einzige Schnittstelle mit uns. Den Rest erledigen wir“, sagte Mark Brannan.

Derzeit ist Customs Heroes in 18 Länder präsent. Dazu gehören Belgien, Kanada, China, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und USA. Die Planungen sind ehrgeizig. Bereits Ende 2020 soll die Plattform 30 Länder erreichen, so AEB.

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