Logistik-IT: Lagerinventur mit Drohnen und Künstlicher Intelligenz

Auf der LogiMAT 2024 hat der Softwareanbieter Abat eine Inventur-Lösung vorgestellt, die Abat zusammen mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entwickelt hat.

Drohnen können, ausgestattet mit der passenden Software, unter anderem genutzt werden, um im Rahmen der Inventur Getränkekisten zu zählen. (Bild: Abat)
Drohnen können, ausgestattet mit der passenden Software, unter anderem genutzt werden, um im Rahmen der Inventur Getränkekisten zu zählen. (Bild: Abat)
Therese Meitinger

Der Softwareentwickler und SAP-Integrator Abat hat auf der Intralogistik-Fachmesse LogiMAT 2024, die vom 19. bis 21. März in Stuttgart stattfand, ein KI-basiertes Inventurverfahren für Warehouses vorgestellt, bei dem Drohnen zum Einsatz kommen. Unternehmen befänden sich häufig im Konflikt bezüglich des Aufwands und des Nutzens einer Inventur, heißt es vonseiten des Unternehmens. Neben der Option der Stichprobeninventur sieht der Anbieter vor allem die Automatisierung der Inventur als Weg aus dem Dilemma.

Gemeinsam mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entwickelte der Anbieter eine entsprechende Inventurlösung. Entsprechende Inventuren wurden bisher bei den Projektpartnern Getränke Essmann und Diephaus Betonwerk durchgeführt, sind aber auch auf andere Lagergegebenheiten und Produkte übertragbar.

Die Automatisierung der Inventur basiert Abat zufolge auf Ansätzen, die eine optische Repräsentation des Produktes verarbeiten und es dadurch erkennen, klassifizieren und schlussendlich zählen. Im ersten Schritt werden auf einem Bild des Lagers zunächst Produkte erkannt. Dabei wird zwischen der Erkennung aus der frontalen Ansicht und der Vogelperspektive unterschieden. Beide Perspektiven werden verarbeitet, da ansonsten keine Zählung der Palettenstapel möglich ist.

Nachdem Produkte auf einem Bild erkannt wurden, müssen sie klassifiziert werden, um festzustellen, welches Produkt aus dem Lagerbestand identifiziert wurde. Dies ist zwingend notwendig, um einen Produktwert für die Aufstellung des Inventars zu ermitteln. Anschließend werden die erkannten und klassifizierten Produkte gezählt, dabei werden beide Perspektiven einbezogen und Ergebnisse verknüpft.