Logistik-IT: Kinaxis bringt KI-gestützte Supply-Chain-Orchestrierungsplattform

Auf der Plattform des Unternehmens kommt unter anderem ein auf generative KI gestützter virtueller Assistent zum Einsatz.

Der virtuelle Assistent liefert auf der Plattform Maestro unter anderem Prognosen zu verschiedenen Szenarien. (Bild: Kinaxis)
Der virtuelle Assistent liefert auf der Plattform Maestro unter anderem Prognosen zu verschiedenen Szenarien. (Bild: Kinaxis)
Therese Meitinger

Der kanadische Software-Anbieter Kinaxis hat am 18. Juni eine KI-gestützte Plattform zur Orchestrierung von Lieferketten vorgestellt: „Kinaxis Maestro“ soll laut einer Pressemitteilung proprietäre Technologien und Techniken kombinieren sowie die Transparenz und Agilität über die gesamte Lieferkette hinweg adressieren – von der mehrjährigen strategischen Planung bis hin zur Lieferung auf der letzten Meile. Die neue Plattform sei eine Weiterentwicklung von „Kinaxis RapidResponse“ und beinhalte neuartige KI-Technologien, um der Komplexität moderner Lieferketten zu begegnen, heißt es.

Die Maestro-Plattform besteht demnach aus drei Schichten: einer Lieferketten-Datenstruktur, die interne und externe Datenquellen zu einer zentralen verbindet, einer Always-on-Intelligence-Engine, die Echtzeit-Einblicke, Vorhersagen und adaptive Lösungen liefert, und einer intuitiven Benutzeroberfläche. Der Anbieter benennt ein Beispiel: Die Nachfrage nach einem neuen Elektroauto steigt aufgrund einer neuen staatlichen Förderung sprunghaft an, ein Autohersteller möchte einen befürchteten Lieferengpass verhindern. Der generative, KI-gestützte Assistent von Maestro könne nun auf Basis der Unternehmensdaten aufzeigen, welchen Einfluss die Förderung auf den Umsatz haben wird und wie die Nachfrage bedient werden kann – inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Unternehmen helfen sikk, von bewährten Verfahren zu lernen, so der Anbieter.

Künstliche Intelligenz auf spezifische Herausforderungen ausrichten

„Es sind herausfordernde Zeiten für Supply-Chain-Verantwortliche. Sie müssen die Komplexität globaler und regionaler Lieferketten managen, ein Gleichgewicht zwischen Agilität, Kostensenkung und Nachhaltigkeit finden und einen ständigen Strom geopolitischer, wirtschaftlicher und ökologischer Störungen inmitten einer Datenexplosion bewältigen“, so Andrew Bell, Chief Product Officer bei Kinaxis.

Maestro sorge für vollständige Transparenz in der Lieferkette, indem es fortschrittliche Technologien auf spezifische Herausforderungen ausrichte und verschiedenste Daten integriere, die von der Stimmung in den sozialen Medien bis hin zu behördlichen Vorschriften reichten, so Bell weiter.

Durch die nahtlose Synchronisation von Maestro sollen Unternehmen einen durchgängigen und aktuellen digitalen Überblick über die gesamte Lieferkette erhalten. Auf dieser Basis können sie Anbieterangaben zufolge mit intelligenten Modellen Zukunftsszenarien prognostizieren. Kinaxis kombiniert dazu maschinelles Lernen, Heuristik und Optimierung. Gleichzeitig könnten sich Mitarbeiter dank der Automatisierung von Routineaufgaben mit KI und prädiktiven Algorithmen auf strategische Prioritäten konzentrieren, argumentiert der Anbieter