Logistik-IT: Jede vierte Firma bei Inventur nicht voll lieferfähig

Mehr als jedes zehnte Unternehmen ist laut eigener Aussage während der Inventur gar nicht liefer- und produktionsfähig, weitere zwölf Prozent der Befragten offenbarten, in dieser Zeit nur teilweise einsatz- und lieferbereit zu sein.

Umfrage im Auftrag des Softwareanbieters Remira: In mehr als 40 Prozent der Firmen beträgt der Zeitaufwand für die jährliche Inventur zwei oder mehr Arbeitstage. (Foto: Janina_PLD/AdobeStock)
Umfrage im Auftrag des Softwareanbieters Remira: In mehr als 40 Prozent der Firmen beträgt der Zeitaufwand für die jährliche Inventur zwei oder mehr Arbeitstage. (Foto: Janina_PLD/AdobeStock)
Matthias Pieringer

Während der gesetzlich vorgeschriebenen Inventur ist jedes vierte Unternehmen in Deutschland nicht vollständig liefer- und produktionsfähig. Trotzdem nutzen bislang nur rund zehn Prozent aller Firmen die Möglichkeit einer Stichprobeninventur mit statistischen Verfahren. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Civey-Umfrage unter deutschen Erwerbstätigen, die Inventurentscheidungen treffen, im Auftrag des Dortmunder Softwareanbieters Remira.

An der Umfrage der Berliner Markt- und Meinungsforscher, die vom 27. September bis 7. Oktober lief, haben mehr als 1.000 Erwerbstätige teilgenommen, die für die Durchführung von Inventuren in ihren Unternehmen verantwortlich sind. Bei der Auswertung zeigte sich, dass rund 70 Prozent der Befragten eine Vollaufnahme der Warenbestände zum Stichtag oder eine permanente Inventur durchführen.

Repräsentative Auswahl an Inventarpositionen

In mehr als 40 Prozent der Firmen beträgt der Zeitaufwand laut der Umfrage für die jährliche Inventur zwei oder mehr Arbeitstage. Üblicherweise sind hieran mehrere Arbeitskräfte oder das gesamte Team beteiligt. Mehr als jedes zehnte Unternehmen ist laut eigener Aussage während der Inventur gar nicht liefer- und produktionsfähig. Weitere zwölf Prozent der Befragten gaben an, in dieser Zeit nur teilweise einsatz- und lieferbereit zu sein.

Diese Einschränkungen müssten nicht sein, denn auch die softwaregestützte Stichprobeninventur sei ein gesetzlich zulässiges Verfahren zur Ermittlung der Warenbestände, teilte Remira mit. Indem nur eine repräsentative Auswahl an Inventarpositionen überprüft wird, die zuvor von einer entsprechenden Software mit mathematisch-statistischen Methoden ermittelt wurden, wird laut dem Softwareanbieter Zeit gespart und die Betriebsabläufe können weitgehend ungestört weiterlaufen. Als Programm zur Durchführung einer Stichprobeninventur bietet Remira „STATCONTROL Cloud“ an.