Logistik-IT: Heil & Sohn verbessert Teileverfügbarkeit mit Inform

Kfz-Ersatzteilhändler möchte mit Hilfe des IT-Anbieters seine Bestände optimieren.

Etwa 10.000 Artikel verlassen täglich das Zentrallager von Heil & Sohn in Sarstedt bei Hannover. | Bild: Inform
Etwa 10.000 Artikel verlassen täglich das Zentrallager von Heil & Sohn in Sarstedt bei Hannover. | Bild: Inform
Sandra Lehmann
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Der Kfz-Ersatzteilhändler A.-W. Heil & Sohn GmbH & Co. KG will sich mit dem Einsatz der Software „ADD*ONE“ des Anbieters Inform für die steigende Komplexität im Ersatzteilgeschäft rüsten, die Teileverfügbarkeit maximieren und Bestände optimieren. Das gab das Softwareunternehmen in einer Pressemeldung bekannt. Heil & Sohn hält nach Eigenangaben in Deutschland ein rund 130.000 Artikel breites Sortiment an Kfz-Ersatzteilen und Zubehör vor. Rund 10.000 Artikel verlassen täglich das Zentrallager in Hannover und versorgen 22 Standortläger insbesondere in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Von dort aus werden freie Werkstätten mehrmals am Tag „Just-in-Time“ beliefert. Die Zusammenarbeit mit Inform startete im April 2020.

„Wir sind Teil des Strukturwandels in der Automobilwirtschaft. Damit die Branche auch zukünftig wirtschaftlich agieren kann, müssen sich Supply Chains unabhängig von der aktuellen Krise langfristig stärker vernetzen“, sagt Heil & Sohn-Geschäftsführer Jörg Kasten.

Dieses Ziel will der Manager mit dem Einsatz des intelligenten Planungssystems erreichen, das nicht nur den eigenen Service verbessern und Prozesskosten senken, sondern auch Lieferanten mit zuverlässigeren Forecasts über zukünftige Bestellungen versorgen soll. Bis zu 16 Mitarbeiter aus Disposition und Einkauf sollen mit der neuen Software zukünftig mehr Weitsicht und Transparenz über die Bestandssituation und die Entwicklung jedes einzelnen Artikels erhalten. Eine Automatisierung von Bestellungen und der Ansatz des Management-by-Exception sollen ihnen gleichzeitig mehr Freiraum für strategische Fragestellungen verschaffen.

Maximale Verfügbarkeit

Vor allem für Ersatz- und Verschleißteile sei maximale Verfügbarkeit oberstes Ziel. Ein Optimierungsprojekt im Bereich Materialwirtschaft auf Basis des vorhandenen Dispositionssystems hätte die Lieferfähigkeit in der Vergangenheit bereits deutlich steigern können, heißt es.

„In unseren Prozessen steckt noch mehr Verbesserungs-, und Einsparpotenzial, das wir aber aufgrund der eindimensionalen Planung in der alten Software nicht ausschöpfen konnten“, so Kasten weiter.

Das System von Inform soll in Zukunft eine Vielzahl ausgereifter Berechnungsverfahren auf Basis von Künstlicher Intelligenz und Operations Research bieten. Es ermittle täglich kostenoptimale Bestellvorschläge für jeden einzelnen Artikel und erkenne dabei Verbrauchsmuster automatisch. Artikel, deren erwarteter Bedarf gut prognostizierbar ist, können anschließend vollautomatisiert beschafft werden, so Inform.

„Über den Nutzen für die das Bestandsmanagement hinaus, haben uns auch die Bedienerfreundlichkeit in ADD*ONE überzeugt sowie die Perspektive, mit weiteren Modulen wie der Netzwerkplanung langfristig noch mehr Optimierung in unseren Logistikprozessen zu erreichen“, resümiert Kasten.

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